Literatur-Nachrichten

Amazon eröffnet ersten Buchladen

Amazon hat es sich jetzt offenbar doch anders überlegt – und in Seattle, wo das Unternehmen seine Zentrale hat, heute seinen ersten Laden eröffnet. Auf gut 500 Quadratmetern sollen nahezu ausschließlich Bücher angeboten werden.

Laut „Seattle Times“ läuft der Laden unter dem Namen Amazon Books und ist im Shoppingcenter University Village zu finden. Anbieten möchte der Konzern dabei allerdings nur, was sich online bereits gut verkaufte – Bestseller und Lieblingsbücher der Kunden, wie die Zeitung schreibt; insgesamt stehen 5.000 bis 6.000 Titel in den Regalen.

Multichannel, nur andersrum

Für Kunden dürfte vor allem die Auswahl interessant sein – und wie Amazon versucht, die Online- mit der Offline-Welt miteinander zu verknüpfen:

  • Der Konzern greift der „Seattle Times“ zufolge auf die Daten aus dem eigenen Webshop zurück – nutzt seine (auch regional auswertbaren) Verkaufsdaten, schaut auf die Wunschlisten seiner Kunden und wie viel Sternchen ein Titel bekommen hat, verwendet Rezensionen.
  • Jedes Buch, das im Laden einen Platz bekommt, wird mit einem kleinen Schild versehen, wie es in Buchhandlungen längst üblich ist. Entweder finden Kunden hier Rezensionen von anderen (Kunden) oder einen Hinweis auf den Verkaufsrang im Webshop, oder beides.
  • Kunden sollen für ein Buch den gleichen Preis bezahlen wie im Webshop.
  • Für den Laden hat Amazon 15 Mitarbeiter angeheuert (u.a. Buchhändler, Verkäufer, Bibliothekare). 
  • Sogar ein Regal mit Lieblingsbüchern von Mitarbeitern soll es geben – zum Start hat offenbar auch Gründer und CEO Jeff Bezos hier etwas eingestellt (u.a. „The Gift of Fear“ von Gavin de Becker, „The Five Love Languages“ von Gary Chapmann und „Traps“, geschrieben von seiner Frau MacKenzie Bezos).
  • Ergänzend zu den Büchern gibts es einige der typischen Amazon Gadgets - E-Reader, Tablets und Fire TV.


Fortsetzung folgt?

Als Bühne für die Verlagsaktivitäten des Konzern sei der Laden nicht gedacht, zitiert die "Seattle Times" Amazon Books-Chefin Jennifer Cast. Man konzentriere sich voll und ganz auf diesen Laden, betont sie, stellt zugleich die eine oder andere Fortsetzung in Aussicht. Cast: "Wir hoffen, dass er  nicht der einzige bleibt - aber das muss man abwarten."

Wer einen Blick in den Laden werfen möchte: Die „Seattle Times“ zeigt weitere Bilder.

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