Literatur-Nachrichten

Fitness vom Teller

Angefangen bei der langfristig wirksamen Montignac-Diät über kluge Einkaustipps bis hin zur Gesunderhaltung durch ausgewogene Essgewohnehiten stellen wir Ihnen alles zum Thema Ernährung vor.

Unsere Vorfahren mussten jagen, graben, Kräuter sammeln, um ihre Grundernährung zu sichern; wir müssen nur in den nächsten Supermarkt. Die schnelle Verfügbarkeit, Fast- und Conveniencefood sind mitschuldig, dass wir oft mehr in uns hineinstopfen, als wir benötigen. Der rapide Anstieg von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose, Gicht, Rheuma oder Karies ist eine Folge davon. Auslöser Nummer eins: Übergewicht. Zwar boomen Diäten, doch die meisten werden vorzeitig abgebrochen. Am trockenen Brötchen mümmeln, wochenlang Diät-Shakes trinken, tagelang nur Reiskörner zählen – wer auf diese Weise Pfunde loswird, erlebt danach meist den berüchtigten Jo-Jo-Effekt. Dem lang unterdrückten Heißhunger auf Pommes, Kuchen und Co. wird nach den Magertagen verstärkt nachgegeben. Und die mühsam verlorenen Kilos sind in Windeseile wieder auf den Hüften. Besser beraten ist man mit einer sanften Ernährungsumstellung, die längerfristig durchzuhalten ist. Kein Hungern, kein leidiges Kalorienzählen beim französischen Ernährungsexperten Michel Montignac, sondern Genuss und verlockende Rezepte. Sein Trick für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion: Verzicht auf Lebensmittel mit hohem Glykämischem Index. Das sind solche, die den Blutzucker schnell ansteigen lassen. Auf diese Weise reguliert er die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse, die Hungergefühle und die Fetteinlagerung im Gewebe steuert. In der „Montignac Diät“ geht es also darum, die richtigen Lebensmittel zu wählen. „Wer seinen Kühlschrank richtig füttert, wird sich auch richtig ernähren“, heißt die Grundformel der „Kühlschrank-Diät“, einer witzigen Anleitung zum Umdenken. Susanne Klaus und Robert Griesbeck analysieren Esssitten, outen Stress-, Belohnungsesser oder Leckermäuler. Sie zeigen Wege, wie man Vorräte neu organisiert und Verlockungen aus dem Weg geht. Auch wer nicht jeden Morgen beim Blick auf die Waage erschrickt, sollte wissen, was er isst. Essfehler zeigen sich auch als Mangelernährung. Im Ratgeber „50 einfache Dinge, die Sie über Ernährung wissen sollten“ fasst Cem Ekmekcioglu das Wichtigste zusammen. Wollen Sie wissen, ob Vitaminpillen wirken? – Nur bedingt. Oder ob Abendessen dick machen? – Kommt darauf an, was wir tagsüber futtern… Gutes Essen kann mehr als die Sinne befriedigen und die Figur in Form halten. Wie damit Krankheiten vorzubeugen ist, weiß Ernährungswissenschaftler Michael Hamm. Mit seinem Ratgeber „Food Medizin“ steht er in der Tradition Hippokrates’, der schon vor über 2000 Jahren sagte: „Deine Nahrung sei Deine Medizin.“ Hühnersuppe mit Ingwer gegen Erkältungen, Artischocken zur Fettverdauung, Erdbeeren zur Immunstärkung, Meerrettich zur Infektabwehr. Die Liste der stärkenden Lebensmittel lässt sich fast endlos erweitern. Ob Vitamine als Multitalente, Mengen- und Spurenelemente als Lieblinge für Fitness und Abwehrkraft, gesunde und gefährliche Fette: Michael Hamm erklärt, was Sie über eine ausgewogene Ernährung wissen müssen. Praktisch sind die anschaulichen Tabellen, mit denen sich ein gesunder Speiseplan einfach zusammenstellen lässt. Doch erst muss seinen Körper kennen lernen, wer persönliche Schwächen analysieren und schließlich zum geeigneten essbaren Gegenmittel greifen will. Ein Vergnügen mit dem unterhaltsamen Quiz zweier US-Mediziner. In Form eines munteren Frage-Antwort-Spiels erklärt „DU – Das Gesundheitsbuch“ Wissenswertes über den Körper und seine Gesunderhaltung. Das Buch räumt mit vielen Halbwahrheiten und Mythen auf: Einen Herzinfarkt fühlt man nicht immer kommen, Übergewichtige sind nicht gehindert, Sport zu treiben, mit den Fingern zu knacken führt nicht zur Arthritis… Aufgelockert mit Comics, die zum Beispiel die Entwicklung eines Tumors illustrieren, angereichert mit Basiswissen um die Funktionsweise der wichtigen Organe, ist der dicke Wälzer ein reiches Nachschlagewerk. Auch die Ernährung kommt nicht zu kurz. Dazu gehört ein kleiner Rezeptteil – inklusive Anweisungen, was wir täglich zu uns nehmen sollten, um fit zu bleiben: neun Hand voll Obst und Gemüse, Nüsse und Vollkornbrot, zwei Liter Wasser, zwei Gläser fettarme Milch, ein Glas Rotwein, dreimal wöchentlich Fisch und pro Woche zehn Teelöffel gekochte Tomaten, gleich ob in Suppen-, Soßen- oder gar Ketschupform. Guten Appetit!

Sandra Schulte

Titel

  1. Die Montignac-Diät
    • VerlagDorling Kindersley
    • ISBN 3831008639

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  2. Die Kühlschrankdiät
    • VerlagGoldmann Verlag
    • ISBN 344239094X

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  3. Food Medizin
    • VerlagDroemer Knaur
    • ISBN 3426643138

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  4. 50 einfache Dinge, die Sie über Ernährung wissen sollten
    • VerlagWestend-Verlag
    • ISBN 3938060093

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  5. Du - Das Gesundheitsbuch. Eine Bedienungsanleitung
    • VerlagPendo Verlag
    • ISBN 3866120842

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