Belletristik / Am Mikro

Selbstbewusst anders

George spürt, dass er im falschen Körper lebt. Leidenschaftlich und anrührend liest Julian Greis den Roman von Alex Gino über einen Zehnjährigen, der eigentlich ein Mädchen ist.

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George

Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist es schon, dass es immer „sie“ heißt, wenn von George die Rede ist, aber das weibliche Personalpronomen ist berechtigt, denn US-Autor Alex Gino, der in der queeren und Transgender-Bewegung aktiv ist, erzählt keine Entwicklungsgeschichte, sondern eine Durchsetzungsgeschichte.

George ist ein Mädchen im Körper eines Jungen, sie spürt das, sie weiß das. Es geht nur darum, wie sie das ihrer Mutter, ihrem Bruder, ihrer Freundin und dem Rest der Welt klarmachen kann. Sie findet einen Weg: das Theater. George will bei einer Schulaufführung in einer Mädchenrolle glänzen – und setzt das gegen alle Widerstände durch.

Julian Greis, der auch an der Hörspielfassung von „Tschick“ beteiligt war, liest diese Mut machende Geschichte vom selbstbewussten Anderssein mit Leidenschaft und Begeisterung. George, das hört man, hat die Zuversicht und Courage, ihren eigenen Weg zu gehen.

Ronald Meyer-Arlt

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