Belletristik / Wortwechsel

Grenzenlose Liebe durch die Zeiten

„Bella Germania“ erzählt von der Modedesignerin Julia, die durch Zufall auf ihre deutsch-italienische Familiengeschichte stößt. Daniel Speck nimmt den Leser mit auf eine fesselnde Zeitreise – von den 1950er Jahren bis heute.

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Ihr Debütroman erzählt viele Geschichten – auch die der ersten „Gast­arbeiter“, die vor 60 Jahren aus Italien in die Bundesrepublik kamen. Was hat Sie dazu inspiriert?
Wir diskutieren heute viel über Herkunft: Was definiert einen Menschen – woher er kommt, wohin er geht? Julia ist aufgewachsen mit dem Credo ihrer alleinerziehenden Mutter, einer 68erin, dass Herkunft keine Rolle spielt, sondern Selbstbestimmung. Aber als sie dann der Familie ihres italienischen Vaters begegnet, findet sie dort unverhofft einen Spiegel ihrer eigenen Seele.

Die Liebe zwischen Vincent und Giulietta scheitert auch am Zusammenprall der Kulturen in jener Zeit. Es dauerte aber nicht lange, bis die Italiener Deutschland verändert hatten …
Zweifellos. Am deutlichsten wird dies bei der Esskultur: 1955 gab es in München fünf italienische Restaurants, heute sind es 700. Für viele Italiener war Deutschland damals eine Art kleines ­Amerika, wo man es mit Talent und Fleiß zu etwas bringen konnte.

Sie haben die Drehbücher zu Romanen von Jan Weiler geschrieben. Hat Jan Weiler Sie zu „Bella Germania“ ermuntert?
Nicht direkt. Ich habe in unserer Zusammenarbeit aber entdeckt, wo die Vorteile des Romanschreibens liegen: Man ist freier, kann den Figuren mehr Raum geben und eine eigene Stimme entwickeln. Im Übrigen ist mein Roman nach einem Drehbuch von mir für einen TV-Dreiteiler entstanden, der 2017 gedreht wird.

Interview: Eckart Baier

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