Junge Leser / Vorgestellt

Geschichte Hautnah

Die junge Catherine gerät in den amerikanischen Bürgerkrieg: Lisa Schneider erzählt ihre bewegende Geschichte. Dieser Roman beweist das Ausnahmetalent der erst 16 Jahre alten Autorin aus der Schweiz.

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Tränen der Freiheit

Catherine wächst Mitte des 19. Jahrhunderts mit Mutter und Bruder in Kansas auf. Ihre Lehrerin ist eine Rassistin, doch sonst spürt das Mädchen ­wenig von menschenverachtenden Ansichten, und die Sklaverei in den Südstaaten ist weit weg. Doch die meisten von ihnen treten nach der Wahl ­Abraham Lincolns zum US-Präsidenten aus der Union aus, Amerika spaltet sich. 1861 ­beginnt der Krieg zwischen Konföderations- und Unionsstaaten.

Catherines ­Bruder zieht als Soldat fort und ihre Mutter setzt sie in einen Zug gen Norden. Doch die Reise endet jäh, das Mädchen landet im Gefangenenlager. Dort verliebt sie sich in Bryan, einen Soldaten der verhassten Konföderierten, der ihr zur Flucht verhilft. Catherine und  der schwarze Waisenjunge Bahati finden Hilfe bei Trapper Jack und leben mit den Shoshonen. Doch ihre Flucht ist noch nicht zu Ende ... „Tränen der Freiheit“ bewegt. Lisa Schneider lässt Catherine sensibel reflektieren, wie der Krieg die Menschen verändert. Die junge Autorin schreibt klug und beeindruckt ihre Leser mit erstaunlicher Reife. 

Petra Mies

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