Belletristik / Vorgestellt

Träume bis in den Tod

In seinem neuen Roman begibt sich Paulo Coelho auf die Spuren Mata Haris und verwebt vortrefflich spirituelle Botschaften mit dem Lebenslauf der angeblichen Meisterspionin.

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Die Spionin

Zunächst ist man verdutzt: Welches Interesse kann der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho an der 1917 wegen Spionage hingerichteten Tänzerin Mata Hari haben? Tatsächlich aber ist Mata Hari die perfekte Verkörperung von Coelhos zentraler Botschaft. Die Niederländerin ist eine Frau, die unbeirrt ihren Träumen folgt und dabei nur sich selbst treu bleiben will. 

In einem fiktiven letzten Brief an ihren Anwalt lässt Coelho die zum Tod verurteilte Mata Hari erzählen: vom Ausbruch aus ihrer Ehe, von ihrer Karriere als Tänzerin, von ihren Kontakten zu Politikern. Eher zufällig gerät sie zwischen die Fronten und glaubt bis zuletzt, dass sich ihre Freunde für sie einsetzen werden.

Coelhos Mata Hari kämpft für Selbstbestimmung; dafür, die Frau sein zu können, die sie sein will, auch wenn sie dafür bezahlen muss. Denn, so meint sie, „einen Traum zu verwirklichen, hat immer seinen Preis“.

Irene Binal

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