Literatur-Nachrichten

Newcomer und Kultautoren

In Schweden wird sie als neuer Stern am Krimihimmel gepriesen, nun können sie auch deutsche Leser kennenlernen: Die Frühjahrsausgabe des Buchjournal präsentiert Sofie Sarenbrant in der Titelgeschichte - und viele weitere literarische Debütanten. Das Heft gibt außerdem unter anderem einen Ausblick auf die Leipziger Buchmesse.

Was passiert, wenn sich jemand bei einer Hausbesichtigung unbemerkt von der Gruppe der Kaufinteressenten entfernt und im Keller versteckt, um später heimlich die Bewohner zu beobachten? Dieses Gedankenspiel hat Sofie Sarenbrant so beunruhigt, dass sie nachts nicht einschlafen konnte. Ihre Ängste waren Inspiration für ihren Thriller "Der Mörder und das Mädchen" (Rütten & Loening), mit dessen Übersetzung die in Stockholm lebende Autorin gerade Deutschland-Premiere feiert. In ihrem Heimatland gilt Sarenbrant bereits als neue Königin der skandinavischen Kriminalliteratur. Warum sie sich diesem Genre verschrieben hat und was das mit ihrer ersten Schwangerschaft zu tun hat, erklärt sie in der aktuellen Buchjournal-Ausgabe. 

Einen vor 30 Jahren geschehenen Dreifachmord versucht Protagonist Jeremiah Salinger in den Südtiroler Bergen aufzuklären. Über sein Erstlingswerk "Der Tod so kalt" (DVA) sagt Luca D'Andrea: „Ich wollte die Postkartenidylle, die die Welt mit den Dolomiten verbindet, auslöschen." Monate hat der selbst aus Bozen stammende Autor über Land und Leute recherchiert. In nur 28 Tagen hat er die Geschichte dann niedergeschrieben, mit der er seinen Lesern die Augen für eine neue Perspektive öffnen möchte. Denn D'Andrea ist sich sicher: „Die Berge können auch schrecklich sein.“

Ebenfalls drei Jahrzehnte sind seit dem noch ungeklärten Mord an Professor Joseph Wieder vergangen. Bis einem Literaturagenten ein Romanmanuskript zugespielt wird, das endlich Licht ins Dunkel bringen könnte. Doch der Text endet abrupt vor dem Abend des Mordes. Jetzt sind die Hauptfiguren des Psychothrillers "Das Buch der Spiegel" (Goldmann) von E. O. Chirovici ganz auf Zerrbilder des Erinnerns angewiesen. Dass sein Debüt, das jetzt erstmals in deutscher Sprache erschienen ist, direkt ein internationaler Erfolg geworden ist, hat den gebürtigen Rumänen nach eigenen Angaben fast ein bisschen erschreckt. Alles andere als ein literarischer Neuling ist Kultautor T. C. Boyle, der zu  seinem neusten Werk "Die Terranauten“ (Hanser) im aktuellen Buchjournal Frage und Antwort steht. 

365 Titel wurden in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse eingereicht, die Auszeichnung wird am Buchmesse-Donnerstag, 23. März verliehen. Das Buchjournal präsentiert als Medienpartner in der aktuellen Ausgabe die jeweils fünf nominierten Bücher aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung, die ins Rennen um die Gunst der Jury gehen. 

Weitere Themen (Auswahl):

  • Im Profil: Zsuzsa Bánk und ihr neuer Roman "Schlafen werden wir später" (S.Fischer)
  • Debütanten: Vier literarische Newcomer
  • Weltraum-Abenteuer: Kai Meyers Fantasy-Schmöker "Die Krone der Sterne" (Fischer TOR)
  • Essen & genießen: Kochbücher, die zum Experimentieren einladen
  • Region Hessen: Entdecken Sie Deutschlands Mitte
  • Bilderbücher: Schön illustrierte Bücher für die Kleinsten


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