Junge Leser / Titelgeschichte

Iskari - Der Sturm naht
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© Coverausschnitt: "Iskari"

Bestimmt zur Drachentöterin

Ein Königreich in Gefahr und eine junge Kriegerin, die sich zwischen den Erwartungen ihres Vaters und ihren eigenen Wünschen entscheiden muss: „Iskari – Der Sturm naht“ ist der Auftakt zu einer sagenhaften Fantasy-Trilogie.

Manchmal ist alles ganz anders, als man immer geglaubt hat. Manchmal gilt das sogar für das Bild, das man sich von sich selbst gemacht hat. 

Gute Mädchen haben ein reines Herz und eine zarte, verletzliche Seele? Asha, die Tochter des mächtigen Drachenkönigs von Firgaard, hat jedenfalls nichts davon. Sie ist nicht einmal schön. Als kleines Mädchen hat sie das Verbot, die uralten Legenden zu erzählen, missachtet und so mit Kozu, dem mächtigsten aller Drachen, Freundschaft geschlossen. Bis er sich gegen sie wandte, Firgaard in Schutt und Asche legte und sie selbst beinahe umbrachte. Seitdem ist sie durch Narben entstellt, ein ständiges, für alle sichtbares Mahnmal dafür, dass Asha ein gefährliches, verdorbenes Wesen hat. 

Um ihre Schuld zu sühnen und das Böse, das sie in sich zu tragen glaubt, nie wieder gegen ihr eigenes Volk zu richten, wird sie zur Iskari, einer gefürchteten, tapferen Kriegerin, die nur ein Ziel verfolgt: nicht eher zu ruhen, als bis alle Drachen ausgerottet sind. Doch es gibt einen Menschen, der mehr in Asha sieht als nur die kriegerische Todbringerin: Torwin, ein Sklave ihres Verlobten Jarek. Seine Treue und Zärtlichkeit bringen Asha anfangs gegen ihn auf, aber als Torwin durch den eifersüchtigen Jarek in Lebensgefahr gerät, kann Asha nicht anders, als den Sklaven zu retten. 

Das versklavte Volk, dem Torwin angehört, plant jedoch einen Aufstand gegen den Drachenkönig. ­Einen Aufstand, an dem auch Ashas eigener Bruder Dax beteiligt ist. Plötzlich gerät ihre ganze Welt ins Wanken: Ist sie wirklich der schlechte Mensch, für den sie sich immer gehalten hat? Und hat ihr Vater tatsächlich nur das Wohl seines Volkes im Auge, wenn er jede Erinnerung an die alten Legenden auslöschen und alle Drachen ausrotten lassen will?

„Wenn die Welt nicht so funktioniert, wie du es erwartet hast, dann musst du eine Wahl treffen: Du kannst entweder die Augen davor verschließen oder du kannst dich ändern und es mit der Welt aufnehmen“, sagt Kristen Ciccarelli.

In „Iskari – Der Sturm naht“ erschafft sie eine Welt, in der das als verwerflich und gefährlich gilt, was sie selbst und ihre Heldin Asha am meisten lieben: Leidenschaft und Fantasie. Sie erzählt von dem Kampf, sich dagegen aufzulehnen. Spannend bis zur letzten Seite und von einer gewaltigen, geradezu magischen Sprachkraft. 

Hannah Beil

Kristen Ciccarelli© Ninth Street Photography

Was war Ihre erste Idee für „Iskari“? Hatten Sie eine Figur im Kopf, irgendeine Situation oder vielleicht eine konkrete Gefahr?
Ähnlich wie Asha habe ich einen großen Teil meines Lebens damit verbracht, mich für die Dinge zu schämen oder schuldig zu fühlen, die ich am meisten liebe: meine Kreativität, meine Vorstellungskraft, meine Geschichten. Daher wollte ich eine Welt erkunden, in der diese Gaben wirklich verwerflich sind. Ich wollte ein Buch schreiben, in dem Geschichten eine Gefahr darstellen und dazu führen können, dass Menschen verletzt werden. Und ich wollte eine Heldin, die besonders gut darin ist, diese gefährlichen Geschichten für sich einzusetzen, und die zugleich zutiefst beschämt darüber ist.

Haben Sie jemals davon geträumt, einen echten Drachen zu treffen?
Mein ganzes Leben lang! Als ich klein war, habe ich überall nach Drachen gesucht. In den Wäldern, in unserer Scheune, im See, zwischen den Wolken. Ich war mir sicher, dass sie irgendwo sein mussten, dass sie sich nur vor mir versteckten. Ich war von Drachen so besessen, dass mir mein Kunstlehrer verboten hat, sie weiter zu zeichnen, weil ich für jedes Projekt eine Drachenskizze abgab.

Asha ist bereit, für ihre Freiheit und ihre Liebe zu kämpfen. Denken Sie, dass eine kleine „Revolution“ zum Erwachsenwerden dazugehört?
Ja, ich glaube schon. Während wir heranwachsen, erzählt man uns dauernd, was wir denken und wie wir leben sollen. Aber sobald wir einmal selbst die ersten Schritte in die Welt hinein wagen, erkennen wir, dass nicht alles so ist, wie man es uns immer weisgemacht hat. Es kann hart sein, mit der Familie und den Traditionen zu brechen, mit denen man groß geworden ist. Aber auch, wenn es schwierig, unbequem und manchmal auch sehr schmerzvoll ist, wartet doch etwas Besseres auf der anderen Seite.

Sie haben, wie Sie sagen, „Iskari“ auch für das Mädchen geschrieben, das Sie einmal waren. 
In den Geschichten, die ich als Kind gelesen habe, und den Filmen, die ich geschaut habe, wurden Frauen immer als die Schwächeren gezeichnet oder sogar als Opfer. Ich selbst habe mich nicht so gesehen und auch die Frauen in meiner unmittelbaren Umgebung nicht. Die Frauen in meinem Leben waren tapfer, stark und unbezwingbar – aber trotzdem auch verletzlich. Ich glaube, wir alle sind immer beides, egal ob Mann oder Frau. Wir sind stark und gleichzeitig schwach, wir sind Opfer und Unterdrücker

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