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Im Strudel der Zeit

Wer würde nicht gern einmal seinem jüngeren Ich begegnen und die Weichen zum Besseren stellen? In Peter Stamms träumerischem Roman fließen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft ineinander.

Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt
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© Anita Affentranger

Der Schweizer Autor Peter Stamm erzählt selten von den Glückspilzen und Kraftprotzen des Lebens. Seine Protagonisten zögern, zweifeln, scheitern und treffen immer wieder die falschen Entscheidungen. Das gilt auch für den Helden von Stamms jüngstem Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“. Der gescheiterte Autor Christoph trifft darin auf einen Studenten, der seinem jüngeren Ich zum Verwechseln ähnlich sieht. Christoph beginnt ihm nachzuspionieren und stellt bald fest, dass der junge Mann sein Leben nachzuleben scheint. Dieselbe Studentenwohnung, derselbe Studentenjob und selbst die Freundin ist Christophs großer verlorener Liebe wie aus dem Gesicht geschnitten. Der ältere Autor lädt die junge Frau zu einem Spaziergang ein und erzählt ihr von einer Vergangenheit, die ihre Zukunft ist. Ein verzweifelt schöner Roman.

Ina Grün

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