Spannung / Aufgezeichnet

Am liebsten mag ich Monster
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© Emil Ferris

Die Monster in mir

Mit ihrem Debüt „Am liebsten mag ich Monster“ hat Emil Ferris ein literarisch-zeichnerisches Gesamtkunstwerk geschaffen, das alle Genre-grenzen sprengt und Graphic Novel neu definiert. 

Familiendrama, Krimi, reale Zeitgeschichte, Mystery, Coming-of-Age-Story, Kunst und Comedy: In den Tagebuch-Aufzeichnungen der zehnjährigen Karen Reyes, die Ende der 1960er als Latino-Kind im Elendsviertel von Chicago aufwächst, fügt sich alles mühelos zusammen. Mit Blei- und Buntstiften malt Karen ihre Traumwelt aus Monstern und Vampiren in einen linierten Spiral­block und hält dabei als Werwolf-Mädchen ihr ganz reales Leben fest. Sie erzählt von der todkranken Mutter, den Anfeindungen in der Schule, ihrem Bruder ­Dezee, dem Künstler und Gigolo, ihrer verwirrenden Zuneigung zu Mädchen. Als ihre schöne Nachbarin Anka Silverberg erschossen aufgefunden wird, spürt Karen dem Fall nach und wird mit der Vergangenheit der Jüdin konfrontiert, die als Kind zur Prostitution gezwungen wurde und schließlich im KZ landete. Emil Ferris zeichnet authentisch ins Schulheft, wechselt spielend zwischen den Erzähl­ebenen und von Kinderkrakelei zu Kunst. Ein sensationelles Erstlingswerk der Amerikanerin – zu Recht mit drei Eisner Awards belohnt. 

Anita Strecker

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