Spannung / Im Profil

Allmen in Gefahr

Sinnlichen Porzellanfiguren gilt der jüngste Coup des Gentleman-Diebs und Amateurdetektivs Johann Friedrich von Allmen. Der neue Suter-Krimi besticht mit Spannung und Raffinesse. 

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Allmen und die Erotik

Martin Suter kennt sich mit großbürgerlichen Milieus aus. Seine Beschreibungen der nach Geld und Geltung gierenden Hautevolee in Werken wie „Der letzte Weynfeldt“ (2008) und „Der Koch“ (2010) sind zugleich satirisch und liebevoll. In diese Reihe fügt sich die Figur, mit der Suter seit 2011 in Serie ist: der Pleitier, Bonvivant und Hochstapler von Allmen, der seine beiden schnöden Vornamen Hans Fritz in Johann Friedrich veredelte – weil Schein in gewissen Kreisen wichtiger ist als Sein. Etwa in der literarischen Gesellschaft Sternwald. 

Diese Gesellschaft ist so reich, dass sie ein Mini-Fabergé-Ei weniger sichert, als es die Polizei erlauben sollte. Als Allmen zugreift, hat er einen Mitwisser – und dieser ihn in der Hand. Darum hat Allmen kaum Spaß, als er an erotische Porzellanfigürchen gerät. Der Leser dafür umso mehr mit diesem neuesten Schelmen-Kriminal­roman Martin Suters voller Esprit und Spannung. 

Hendrik Werner

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