Spannung / Vorgestellt

Labor des Schreckens

Sie kreuzen Menschen mit Affen. Sie kennen keine Grenzen. Die Macher ­einer Gentechnik-Firma spielen Gott … „Das Alphabet der Schöpfung“ ist ein hochaktueller Thriller mit ethischer Sprengkraft.

Das Alphabet der Schöpfung
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© phive2015 / iStock | dky

lexander Lindahl eckt oft an. Gerade aus Afrika zurück, bietet der Journalist der „Magazin“-Redaktion nicht die bestellte nette Geschichte an, sondern eine knallharte Reportage. Das gibt mal wieder Ärger. Da kommt der Anruf eines alten Freundes gerade recht: Max, Gründer des internationalen Biotechnik-Unternehmens Phoenix, bittet Alexander darum, ein Buch über seine Firma zu schreiben. Deren Wahlspruch: „Phoenix dient dem Menschen“.

Der Journalist nimmt das lukrative Angebot seines Kumpels an. Für die Recherchen zieht er ins Berliner Gästehaus des jungen Betriebs. Bei Phoenix herrscht ein besonderer Geist. Getrieben von Ehrgeiz und Visionen, verbreiten die Mitarbeiter einen unbändigen Forscherdrang, arbeiten auch mal rund um die Uhr und geben sich als große, eingeschworene Familie. 

Doch allmählich entdeckt Alexander das Dunkle hinter den Hightech-Labortüren. Sein gruseliger ­Verdacht: Einige Forscher züchten Wesen aus mensch­lichen und tierischen Genen. Sogar Steinzeit-Erbgut erwecken sie wieder zum Leben. Und diese Hominiden hält die Firma als „Zuchtgruppe“ in einem Dorf in der Moorlandschaft Teufelsbruch – streng abgeschirmt, schließlich soll der neu produzierte Menschentyp einmal kommerziellen Zwecken dienen. Es geht also nicht nur um wissenschaftliche Allmachts­fantasien, sondern auch um ein Millionengeschäft, erkennt Alexander. Wer spioniert oder sich nicht absolut loyal verhält, der riskiert sein Leben: Das ­Sicherheitsteam sieht und hört fast alles. 

Alexander lässt sich aber nicht einschüchtern und gräbt immer tiefer. Und als es merkwürdige Unfälle und Tote in und um Phoenix gibt, ahnt er, dass nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr ist, sondern die Firma ohne Skrupel mit der Zukunft der Menschheit spielt. 

„Das Alphabet der Schöpfung“ ist ein hoch­aktueller Gentechnik-Thriller mit der Aura von „Frankenstein“: Autorin I. L. Callis hat zwei Jahre lang für ihren Roman recherchiert. Was sie überaus packend schildert, ist keine reine Science-­Fiction: Die schöne neue Welt der Wissenschaft hat längst begonnen, an den genetischen Schrauben der Menschheit zu drehen. Apokalypse Klon. 

Petra Mies

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