Spannung / Titelgeschichte

Lazarus
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© Ewa-Marie Rundquist

Nervenkitzel in Teamarbeit

Der gefährlichste Serienmörder, den Schweden je gesehen hat, wurde für tot erklärt. Dann geschehen brutale Morde, und Kommissar Joona Linna weiß: Der Albtraum ist noch nicht zu Ende. Lars Keplers Thriller „Lazarus“ gleicht einer Höllenfahrt.

Jurek Walter ist tot. Sein Körper wurde von Kugeln durchsiebt und verschwand im Meer. Monate später werden die Überreste seiner Leiche gefunden. Schwedens schrecklichster Serienmörder, so scheint es, ist ein für alle Mal zur Strecke gebracht. Ein Albtraum ist zu Ende. 

Doch dann geschehen in Europa rätselhafte Morde, und Kommissar Joona Linna, der Jurek Walter wie kein Zweiter kennt, weiß sofort: Das Monster ist zurück, auferstanden wie Lazarus in der Bibel. Joonas Kollegen wollen nicht glauben, dass Walter überlebt und seinen Tod offenbar perfekt inszeniert hat. Doch der schwedische Ermittler mit finnischen Wurzeln ist sich seiner Sache sicher und er weiß auch, dass seine Tochter Lumi und seine Freundin ­Valeria in höchster Gefahr sind. Denn nichts und niemand kann Jurek Walter aufhalten in seiner unfassbaren Brutalität, seiner Cleverness und mörderisch-perfiden Strategie. 

Lebendig begraben 

Jurek Walter tötet nicht um des Tötens willen, sondern weil er bestimmte Ziele verfolgt. Seine Opfer sind entsetzlichen Grausamkeiten ausgesetzt. Für Wochen und Monate sind sie lebendig begraben in Särgen und Fässern unter der Erde. Dabei hat der Killer und ehemalige Elitesoldat nur einen Antrieb: Er will seine Feinde vernichten, er will sie abgrundtief leiden sehen, indem er ihnen die liebsten Menschen nimmt, die sie haben. 

Lars Kepler© Ewa-Marie Rundquist

Lars Keplers Thriller „Lazarus“ ist eine Höllenfahrt, die finsterer nicht sein könnte. Eine Fahrt, die auch den Eheleuten Alexander und Alexandra Ahndoril, die hinter dem Pseudonym stecken, beim Schreiben zugesetzt hat. „Der Verbrecher in ‚Lazarus‘ ist so furchteinflößend, dass wir selbst erschrocken sind“, sagen sie. „Ein niederländischer Journalist hat gesagt, dass er lieber Hannibal Lecter als Babysitter engagieren würde, als mit unserem Killer in einem Raum zu sitzen.“ 

Zurück aus dem Totenreich

Beide schrieben früher schon, jeder für sich, erfolgreich Romane, Drehbücher und Theaterstücke, doch ihren Welterfolg verdanken sie Lars Kepler. Vor zehn Jahren erschien unter diesem ­Namen ihr erster Joona-Linna-Thriller: mit dem Titel „Der Hypnotiseur“. Das Buch war auf Anhieb ein sensationeller Erfolg, es war das meistgehandelte Manuskript auf der Londoner Buchmesse und machte dem Autorenduo Lust auf mehr. „Lazarus“ ist der siebte Band der Reihe und holt den gnadenlosen Serienmörder, den ­Leserinnen und Leser aus dem Buch „Der Sandmann“ kennen, aus dem Totenreich zurück.

Für Joona Linna, die männliche Hauptfigur der Serie, beginnt  diese Rückkehr mit einem Schock: Ein Mann hat das Grab von Joonas verstorbener Ehefrau geplündert und ihren Schädel mit nach Oslo genommen. Der Grabschänder wurde ermordet, doch Joona ist sich sicher, dass diese Tat und weitere perfide Morde Jurek Walters Handschrift tragen. Neben Joona Linna steht seine Kollegin, Saga Bauer, im Fadenkreuz des Serienmörders. Saga hatte auf ihn geschossen und gesehen, wie sein Körper hinaus ins Meer gespült wurde. Nun will Jurek Walter Rache: Er eröffnet eine gnadenlose Jagd auf Joonas Angehörige, aber auch auf Sagas Vater und ihre Schwester, ein Kind mit Downsyndrom. 

Allem Horror zum Trotz geht es Alexander und Alexandra Ahndoril nicht darum, einen Menschen von vornherein als Monster zu zeichnen. „Es ist sehr reizvoll, Motive auszuloten, Antriebs­kräfte und Zufälle zu erforschen“, sagen sie. „Als Autor fühlt man für jede seiner Figuren eine gewisse Faszination, selbst für die schrecklichsten Charaktere.“

Sie stecken eine Menge Zeit in die Recherche für ihre Thriller, sprechen mit Ermittlern, Gerichtsmedizinern und Ärzten. Wenn sie den Alltag im Gefängnis schildern, hat dies ebenso Hand und Fuß wie die Beschreibung der Folgen spezieller Nahkampftechniken. Ihr Teamwork funktioniert vom ersten bis zum letzten Wort eines Buchs: „Es gibt keinen einzigen Satz in ‚Lazarus‘, den einer von uns allein geschrieben hat.“ Auch nach sieben Bänden haben Alexander und Alexandra Ahndoril, die mit ihren drei Töchtern in Stockholm leben, längst nicht genug von Lars Kepler. Sie genießen die Arbeit, weil sie wissen, dass das Schreiben normalerweise eine einsame Sache ist – und weil sie mit Lars Kepler auf der Welle des Erfolgs ganz oben schwimmen.

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