Literatur-Nachrichten

Lesefest rund um den Römer

172 Lesungen mit rund 250 Autoren wird es bei OPEN BOOKS 2019 zur Frankfurter Buchmesse geben, kündigen die Veranstalter an. Zum Lesefest rund um den Römer tritt ein vielfältiges Kulturprogramm mit zahlreichen Ausstellungen zum Ehrengastland Norwegen.

OPEN BOOKS, das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Frankfurter Buchmesse (16.−20. Oktober), findet vom 15. bis 19. Oktober statt: "Das städtische Lesefest OPEN BOOKS gilt heute als eine bundesweit anerkannte Kulturmarke. Seit 2009 gelingt es dem Organisationsteam um Dr. Sonja Vandenrath jedes Jahr aufs Neue, unterschiedlichste Literaturgenre auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Die dabei im Frankfurter Stadtraum angebotenen Buchpräsentationen und Lesungen, Ausstellungen oder Performances schaffen eine einmalige Begegnungs- und Austauschmöglichkeit für Autoren und Leser, von der auch die Verlage deutlich profitieren", sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

94 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachigen Belletristik, KInderbüchern, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden.

  • Zur Eröffnung von OPEN BOOKS 2019 präsentieren Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises ihre neuesten Bücher auf dem Blauen Sofa in der Deutschen Nationalbibliothek.
  • Bei Literatur im Römer in den Römerhallen stehen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes im Fokus: am Messemittwoch und -donnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen moderierten Gespräch ihre neuesten Werke vorstellen.
  • Den Abschluss des Lesefests bildet die große Party  im Literaturhaus Frankfurt.

Bis auf wenigen Ausnahmen ist der Eintritt zu allen Lesungen frei.

Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, sagt: "OPEN BOOKS, das ist auch 2019 das Lesefest im Herzen der Stadt. Darin bleiben wir uns treu und sind doch gewachsen. Dank der neuen Altstadt gewinnen wir ein wunderschönes Quartier hinzu, das den gewachsenen Bedarf an Räumen deckt. Räume, die an das 18. Jahrhundert erinnern, als die Lesewut sprichwörtlich war. In diesem Sinne wünschen auch wir uns eine Rückkehr der geselligen Lesekultur als Ausdruck einer breiten Begeisterung für das Buch."

Zum Gastland Norwegen: Austellungen und ein Musikfestival

Auf der Frankfurter Buchmesse und in der Stadt stellt der Ehrengastauftritt die norwegische Literatur und Kultur in seiner ganzen Vielfalt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Frankfurter Kulturinstitutionen vor. Zu erleben sind neben Lesungen auch Ausstellungen, Konzerte, Performances, Theateraufführungen und Filmvorführungen.

"Die Stadt Frankfurt, ihre Museen und Kulturinstitutionen haben uns mit offenen Armen empfangen, so dass es jetzt zahlreiche Möglichkeiten gibt norwegische Kunst und Literatur kennenzulernen. Dasselbe gilt auch für die deutschsprachigen Verlage: Über 190 von ihnen präsentieren Bücher aus oder über Norwegen in ihrem Programm. Für uns ist das ein Traum", so Halldór Guðmundsson, Projektleiter des norwegischen Gastlandauftritts.

  • So verwandelt sich das Museum Angewandte Kunst zum House of Norway (11.10.2019 – 26.1.2020) und zeigt auf seiner gesamten Ausstellungsfläche Positionen aus Norwegens Kunst und Kultur, Design, Handwerk und Architektur.
  • Die Schau "Ethereal. Photographic Art from Norway" im Fotografie Forum Frankfurt widmet sich den Arbeiten von Dag Alveng, AK Dolven und Linn Pedersen (3.10.2019 –12.1.2020),
  • Das Deutsche Architekturmuseum geht mit der Ausstellung "In Norwegischen Landschaften. Hunting high and low" den Besonderheiten der architektonischen Tradition Norwegens nach und stellt aktuelle Projekte aus verschiedenen geografischen Teilen des Landes vor, die häufig die Beziehung zwischen Gebäuden und Landschaft reflektieren (14.9.2019 – 19.1.2020).
  • Außergewöhnliche monumentale Bildteppiche von Hannah Ryggen sind in der Schirn Kunsthalle zu sehen (26.9.2019 – 12.1.2020). Die große Einzelausstellung präsentiert dem Publikum erstmals in Deutschland einen umfassenden Einblick in das monumentale, politisch inspirierte Werk der der norwegisch-schwedischen Künstlerin.
  • Mit der Ausstellung "Eaten Fish" lädt das Haus am Dom ein, sich mit Zeichnungen von Ali Dorani zu beschäftigen (2.–30.10.2019). Der heute in Norwegen lebende Cartoonist dokumentiert seinen mehrjährigen Aufenthalt als Flüchtling in einem australischen Flüchtlingslager.
  • In der AusstellungsHalle 1A stellt die ehemals im Atelierfrankfurt ansässige Künstlerin Monika Hansebakken auf Einladung des Kulturamts Frankfurt einen Querschnitt ihres Werks aus (17.10. – 3.11.2019). Ihre Arbeit kombiniert Malerei mit skulpturalen Elementen und beschäftigt sich mit der Schönheit der norwegischen Landschaft als auch der Gefährdung der Natur.
  • Beim NORSK Festival im Mousonturm (15.10. – 19.10.2019) machen sich einige der wichtigsten Persönlichkeiten der norwegischen Musikszene bekannt. Das umfangreiche Festivalprogramm umfasst neben Konzerten und einer Clubnacht auch Performances, Lesungen, Poetry Slam und Talks. Rock, Pop, Electro, Jazz und Folk – und somit einen beeindruckenden Querschnitt der nordischen Klangwelten.
  • Das norwegische Filmschaffen wird im Oktober u.a. im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum von der Stummfilmzeit bis heute beleuchtet. Im September gibt es zuvor eine Retrospektive sämtlicher bislang sieben Spielfilme des international renommierten Regisseurs Bent Hamer.

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