Literatur-Nachrichten

Buchmesse zieht positive Bilanz

Die Frankfurter Buchmesse ist am Sonntag mit einem Besucherplus sowohl bei den Fachbesuchern als auch beim allgemeinen Publikum zu Ende gegangen.

© Rainer Rüffer

Wie die Messe mitteilte, kamen am Messewochenende 9,2 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. Bei den Fachbesuchern seien es 1,8 Prozent mehr gewesen. Insgesamt seien 302.267 Besucherinnen und Besucher (2018: 285.024) dabei gewesen, das entspricht einem Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Fachbesucher lag 2019 bei 144.572 (2018: 142.016), die Zahl der Privatbesucher bei 157.695 (2018: 144.409). 7.450 Aussteller aus 104 Ländern (2018: 7.503 Aussteller aus 109 Ländern) nahmen an der Frankfurter Buchmesse teil.

Die Branche habe sich optimistisch und in Feierlaune gezeigt, so die Messe: Noch nie habe es so viele Veranstaltungen, Diskussionen, Partys, Begegnungen und Austausch über die sozialen Medien gegeben. Diversität, Nachhaltigkeit, und politisches Engagement hätten die Gespräche auf der Messe dominiert.

Das Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) und die Publishers Rights Corner bezogen in diesem Jahr in der Festhalle ihr neues Quartier: Mit 355 teilnehmenden Unternehmen aus 35 Ländern sei dieser Bereich erneut gewachsen. Literaturagentinnen und -agenten berichteten von großem Interesse an Sachbuchtiteln.

3.750 Besucherinnen und Besucher nahmen an den Konferenzen, Networking-Events und Workshops im neuen Areal von The Arts + und B3 Biennale des bewegten Bildes teil. 147.000 Messegäste besuchten das Areal in der Halle 4.1. Die Veranstaltungen des Bookfest im Frankfurt Pavilion und in der Stadt lockten 25.000 Besucherinnen und Besucher an, rund 5.000 davon besuchten die 56 Veranstaltungen in der Stadt.

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, resümierte: "Auf der Frankfurter Buchmesse haben Verlage, Buchhandlungen, Autoren und Literaturbegeisterte gemeinsam das Lesen gefeiert und gleichzeitig die gesellschaftlichen Fragen der Zeit diskutiert. Die Zukunft unserer Gesellschaft, der Menschenrechte und unseres Planeten – diese Themen waren bestimmend in vielen Gesprächen und Veranstaltungen. Das Buch begeistert die Menschen, stärkt die Debatte und damit unsere freie, demokratische Gesellschaft, das haben die letzten fünf Tage deutlich gezeigt. Die Branche hat die Messe erfolgreich für den Lizenzhandel und den Austausch über Geschäftsideen genutzt. Darüber hinaus haben wir wichtige Zeichen für die Freiheit des Wortes gesetzt, die weit über die Frankfurter Messe hinaus reichten."

Das neu geschaffene Audio Areal in der Halle 3.1 war Treffpunkt des internationalen Audio-Publishing und ein Publikumsmagnet. Am Frankfurt Audio Summit, einer halbtägigen Konferenz mit Sprecherinnen und Sprechern von Spotify, Audible, Storytel, Wondery u.a., nahmen 260 Fachbesucherinnen und Fachbesucher teil. Die amerikanische Streamingplattform Netflix hat auf der Frankfurter Buchmesse drei neue Original-Serien angekündigt, die auf preisgekrönten Büchern von Frederick Backman, Daniel Kehlmann und Elif Shafak basieren.

Eine Erfolgsgeschichte sei der Ehrengastauftritt Norwegens gewesen. Messechef Juergen Boos sagte dazu bei der feierlichen Gastrollenübergabe: "Norwegen hat uns gezeigt, wie Träume in Erfüllung gehen können: Im Mittelpunkt stand die Begegnung mit über 100 Autorinnen und Autoren, deren Werke in Deutschland und weltweit Millionen von Leserinnen und Leser begeistern. Innerhalb eines Jahres sind 510 Neuerscheinungen von norwegischen Autorinnen und Autoren sowie Titel über Norwegen in 217 deutschsprachigen Verlagen erschienen – diese Zahl spricht für einen überaus erfolgreichen Auftritt. Mit Beiträgen zu den Schwerpunkten der diesjährigen Buchmesse, Meinungsfreiheit und Nachhaltigkeit, setzte Norwegen wichtige Akzente. Den Projektverantwortlichen Margit Walsø, Halldór Guðmundsson und dem Team von NORLA ist es gelungen, der norwegischen Literatur eine große Bühne zu bereiten."

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