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Pakete per Drohne?

Nicht nur Amazon experimentiert mit der Paketzustellung per Drohne: Vor allem im urbanen Raum könnte die Technologie helfen, Staus zu vermeiden und Waren flexibler zuzustellen. Aber wollen die Kunden das überhaupt?

Drohnen: Kommt die Belieferung von Kunden?© Jared Brashier / Unsplash

Laut Bitkom wünschen sich viele Online-Shopper vor allem Zustellwege, die eine persönliche Anwesenheit nicht erforderlich machen: So sagen 59 Prozent, für sie käme eine persönliche Paketbox neben dem Briefkasten in Frage, in der die Sendung wie in einem Briefkasten hinterlegt wird. Immerhin 37 Prozent würden sich ihre Pakete gern per Drohne auf den Balkon oder die Terrasse liefern lassen. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.024 Online-Käufern ab 16 Jahren in Deutschland.

 

Vor allem die Jüngeren sind offen für diese Angebote:

  • Für drei Viertel (74 Prozent) der 16- bis 29-Jährigen kommt eine persönliche Paketbox in Frage
  • mehr als jeder Zweite in dieser Altersstufe (52 Prozent) ist offen für eine Drohnenlieferung.

Paketboten mit Schlüsseln?

  • Etwas mehr Zurückhaltung über alle Altersstufen gibt es bei der Möglichkeit, sich ein Paket in die eigene Wohnung liefern zu lassen, zu der der Paketbote denn per Kennwort oder Gesichtserkennung Zutritt erhält: Immerhin für jeden fünften Befragten (20 Prozent) käme diese Möglichkeit zumindest theoretisch in Frage.
  • 14 Prozent wären für die Variante offen, dass der Zusteller die Sendung im Kofferraum des eigenen Autos hinterlegt, der per digitalem Code geöffnet werden kann.
Warenlieferung: Was Kunden sich wünschen© Bitkom

„Insbesondere berufstätige Menschen wünschen sich mehr Flexibilität bei der Paketzustellung“, sagt Florian Lange, Bitkom-Experte für Handel und Logistik. „Ein Durchbruch auf dem Massenmarkt steht allerdings noch aus. Auch mit Transportdrohnen wird bereits experimentiert. Diese Technologie sorgt nicht nur für mehr Komfort für die Kunden, sondern entlastet auch den innerstädtischen Verkehr und damit die Umwelt. Schon allein aus Gründen der Sicherheit wird es aber noch dauern, bis Drohnen auf der letzten Meile eingesetzt werden.“

Für ein besseres Miteinander unter Nachbarn könnten technische Neuerungen aber sorgen:

  • So sagen 28 Prozent der Online-Shopper selbst, es sei lästig, Pakete für andere anzunehmen.
  • 15 Prozent verweigern sich nach eigenen Angaben dem sogar völlig.

Bitkom hat auch erhoben, wohin Onlineshopper ihre Päckchen liefern lassen:

  • 9 von 10 Online-Shoppern (90 Prozent) geben an, sich ihre Pakete in der Regel an die Privatadresse liefern zu lassen.
  • 13 Prozent setzen auf eine Packstation
  • 8 Prozent schicken ihre Waren gleich an einen Nachbarn.
  • 7 Prozent lassen Sendungen an den eigenen Arbeitsplatz liefern.

 

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