Belletristik

Spion wider Willen in New York

Ein deutscher Auswanderer gerät ins Visier von Hitlers Geheimdienst. „Der Empfänger“ erzählt faszinierend von einem Mann, der zum Helfershelfer des Bösen wird.

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Der Empfänger

Josef Klein ist ein unpolitischer Mensch. In den 1920er Jahren emigriert der Rheinländer nach New York, und während in Deutschland Hitler an die Macht kommt, genießt Josef das Leben in Harlem und widmet sich seiner Passion: dem Amateurfunken. Der nationalsozialistische „Amerikadeutsche Bund“ wird schnell auf Josefs Fähigkeiten aufmerksam, und dieser ahnt nichts Böses, als man ihm einen Job als Funker für eine Hamburger Textilfirma anbietet. Als er erkennt, wie tief er sich im Spionagenetzwerk verfangen hat, ist es schon fast zu spät.

Ulla Lenze© Julien Menand

 „Der Empfänger“ ist die Geschichte eines Mannes, der lange die Augen vor der Realität verschließt. Als Josef später zu seinem Bruder Carl nach Deutschland zurückkehrt, wird er mit einer anderen Wirklichkeit konfrontiert: jener der Daheimgebliebenen, die den Krieg am eigenen Leib erfahren mussten. Aber Josef fühlt sich fremd in Carls Familie, seine Rastlosigkeit treibt ihn weiter, er ist ein Heimatloser, der immer wieder so tun muss, als sei er irgendwo zu Hause. 
Es ist die Lebensgeschichte ihres Großonkels, die Ulla Lenze in ihrem Roman erzählt. Ein Packen Luftpostbriefe brachte sie auf die Idee zu ihrem Buch. In geschmeidiger Prosa zeichnet sie die faszinierende Geschichte eines Mannes nach, der vieles nicht wissen will und dafür einen hohen Preis zahlen muss. 

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