Junge Leser / Buchtipp

Liebe oder Lüge

Frank aus „Frankly in Love“ fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den Erwartungen seiner Eltern und den ­eigenen Wünschen. Bruno (15) war von dem Roman begeistert.

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Frankly in Love

Frank, Sohn koreanischer Einwanderer, lebt zwischen den Kulturen. Er wächst in Kalifornien auf, aber in einer traditionsbewussten koreanischen Familie und hat das Gefühl, nirgendwo richtig dazuzugehören. Wie lassen sich die unterschiedlichen Erwartungen und Wünsche verbinden – seine eigenen, die seiner Eltern, die der „weißen“ Mitschüler? Darf Frank seinem Herzen folgen und eine Beziehung zu einem „weißen“ Mädchen eingehen? Sehr einfühlsam beschreibt der Ich-Erzähler Frank all diese inneren Konflikte im Chaos des Erwachsenwerdens. 

Bruno Yoram Pingel (15) war von der Geschichte so gebannt, dass er die 496 Seiten in einem Rutsch weggelesen hat.© privat

Es geht um Lügen und Schuldgefühle, um echte und vorgespielte Gefühle, aber vor allem um die Zerrissenheit und den Druck, den das für die Kinder und Jugendlichen „zwischen“ den Welten bedeutet. Frank verbündet sich mit ­einem koreanischen Mädchen. Beide spielen ihren Eltern vor, dass sie zusammen sind, und treffen sich stattdessen mit ihren wirklichen Partnern. Es folgen Kränkungen und Unehrlichkeiten. Franks Beziehung kann auf Dauer diesem Druck nicht standhalten. 
Das Buch ist auf witzige, aber auch ernste Weise aus der Sicht eines Jugendlichen geschrieben. Somit kann man sich als Jugend­licher gut einfühlen. Am Ende bleibt offen, ob Frank sich den Erwar­tungen seiner Eltern ­unterwirft oder ob diese Erwartungen nicht auch ein Teil von ihm geworden sind. Vielleicht lässt sich beides aber auch gar nicht voneinander trennen. 

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