Literarisches Leben

Nora GomringerNora Gomringer© Anny Maurer

05.05.2011Auszeichnungen

Nora Gomringer erhält Jacob-Grimm-Preis 2011

Der Lyrikerin Nora Gomringer wird am 15. Oktober der mit 30.000 Euro dotierte Jacob-Grimm-Preis verliehen, der Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache ist. 
Ihre Bücher erscheinen bei Voland & Quist in Dresden – für Anfang Oktober sind zwei neue Bände angekündigt.

Der Jacob-Grimm-Preis wird 2011 zum elften Mal von der Eberhard-Schöck-Stiftung und vom Verein Deutsche Sprache vergeben – Preisträgerin ist Nora Gomringer. 
In der Begründung der Jury heißt es: Nora Gomringer "erhält den Jacob-Grimm-Preis für ihre sprachliche Leistung als Lyrikerin, die einer neuen Form des Dichtens in Deutschland zur Popularität verhalf – der "Slam Poetry". (…) Nora Gomringer hat diese Art des Dichtens populär gemacht und ihr Seriosität verliehen. Sie bringt durch ihre frischen, verspielten und oft kecken Texte, aber auch durch die mitreißende Art ihrer Darbietung einen neuen Ton in die Lyrik der Gegenwart."



Nora Gomringer, geboren 1980, ist Tochter des Dichters Eugen Gomringer. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise, Auszeichnungen und Stipendien. Zuletzt veröffentlichte sie die Gedichtbände "Sag doch mal was zur Nacht", "Klimaforschung" und "Nachrichten aus der Luft" im Dresdner Verlag Voland & Quist. Seit 2010 leitet sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg.

Voland & Quist kündigt für Anfang Oktober zwei neue Bände von Nora Gomringer an: den Essayband "Ich werde etwas mit der Sprache machen" und den Sammelband "Mein Gedicht fragt nicht lange". 



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1 Kommentar/e

1. Roswitha Schäfer-Neubauer 06.05.2011 17:21h

Leider den Namen noch nie zuvor gehört.
Das erinnert mich an die Diskussion gestern Abend in Berlin.
"Netzwerk Recherche" hatte wieder einmal zum MEDIENDISPUT in den Landesniederlassung Rheinland-Pfalz eingeladen. Thema heuer "Sportberichterstattung", verkürzt gesagt.

Es war wie..."Was Sie schon immer wissen wollten...über.."

Ja klar, 50 Millionen Euro aus Töpfen der Zwangsgebühren für ARD und ZDF für einen ZDF-Einkauf...Moment..was war das noch..? Rechte für die Champions-League..was immer das ist...und ach, wieso ist eigentlich der "Frauenfußball" so "in"...seit einiger Zeit? War doch früher in dem Macho-Sport Fußball strengstens verboten?

Na klar - Geschäft! Nur Geschäft. Da ist noch Luft drin. Da ist noch Geldverdienen drin. Die Fußballer die man kenn, falls man welche kennt, sind alle mehrfache Millionäre, die Preise für Rechte und Übertragungen ausgereizt...das Ende der Absahne-Fahnenstange in Sicht...da haben die alten Herren des Fußballs und der FIFA oder wie die alle heißen, keine Ahnung, interessiert mich eigentlich auch nicht, sollte es aber - denn ...so war gestern Abend denn auch beim Süppchen danach..in den Hallen der Rheinland-Pfalz Dependance von einem ZDF-Abgesandten höchstselbst zu erfahren -

Denn auf die Frage von mir -
Wenn man sich vorstellte, so viel Geld würde in die Kultur gepumpt, von unseren Zwangsgebühren, was wäre das doch für ein Traum. Wenn man diese Sendung ASPEKTE sähe, die früher mal einen Namen, eine Bedeutung besessen hätte, heutzutage eingezwängt zwischen Kochshow und Mord-und-Totschlag-Krimis - da sagte der Mann vom ZDF -

"Kultur interessiert niemanden!
Fußball ist massentauglich.
Und wir machen ein massentaugliches Programm!"

Tja...sehr verehrte Lyrikerin...und andere...
jetzt wissen wir doch endlich, was wir schon immer wissen wollten, und müssen uns endlich Strategien überlegen, wie wir die Kultur noch retten.

Da sie aus ZDF-und ARD-Sicht ...die so viel Geld in den Fußball pumpen...statt in Kultur -

ja in diesem Land angeblich nicht "massentauglich" sei.

Gleichzeitig machte das Beispiel "wie toll wir den Frauenfußball lanciert haben!" deutlich, dass offenbar in diesem Land alles doch bloß eine Frage der Werbung, des "Marketing" ist, auch so etwas Entsetzliches wie "Frauenfußball" plötzlich Konjunktur und "Sendezeiten" hat.

Kultur unter ferner ..liefen...unter ganz ganz weit weg

Glückwunsch zum Lyrikpreis!!!

R. Schäfer-Neubauer

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