Literatur-Nachrichten

Ausgezeichnet! Roger Willemsen erhält den Julius-Campe-Preis

Der Julius-Campe-Preis des Hoffmann und Campe Verlags geht in diesem Jahr an den Publizisten und Moderator Roger Willemsen. Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten, die sich "auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste" erworben haben, so die Mitteilung.

Die Begründung der Preisstifter: "Roger Willemsen ist ein in seiner Vielseitigkeit einzigartiger Kultur-schaffender. Profundes Wissen, hervorragende Beobachtungsgabe, Witz, Intelligenz und höchst kreativer Umgang mit Sprache machen ihn zu einem lehrreichen Kulturkritiker, kurzweiligen Moderator und geistreichen Autor. Werk, Wirken und Persönlichkeit Roger Willemsens sind für das deutschsprachige Publikum, für Veranstalter und Verlage nicht hoch genug zu schätzen."

Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei Hoffmann und Campe erschienenen Faksimiles der „Französischen Zustände“ Heinrich Heines dotiert.
 
Roger Willemsen, 1955 in Bonn geboren, Autor, Honorarprofessor an der Humboldt-Universität und Bühnen-Erzähler, war Übersetzer, Herausgeber und Korrespondent, ehe er 1991 zum Fernsehen kam, wo er in den folgenden 15 Jahren gut zweitausend Interviews führte, Kultursendungen produzierte, Filme drehte. Er interviewte u.a. Audrey Hepburn, Yasser Arafat, Michail Gorbatschow, Madonna, Yehudi Menuhin, Pierre Boulez, Margaret Thatcher, den Dalai Lama, König Hussein von Jordanien. Willemsen wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Grimme-Preis in Gold, dem Bayerischen Fernsehpreis und für sein literarisches Arbeiten u.a. mit dem Rinke-Preis für „Der Knacks“. Er arbeitet als Kulturvermittler regelmäßig u.a. mit der Berliner Philharmonie, der Philharmonie Niedersachsen, dem Bayerischen Rundfunkorchester, der WDR Bigband, dem Ensemble Resonanz und Musikern wie Daniel Hope, Frank Chastenier, Olena Kushpler. Seine Bücher – u.a. „Gute Tage“, „Afghanische Reise“, „Hier spricht Guantánamo“, „Der Knacks“ - wurden in viele Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien „Die Enden der Welt“. Willemsen arbeitet für mehrere humanitäre Organisationen, u.a. ist er Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins.
 
Die Julius-Campe-Preisträger der vergangenen Jahre:

2010: Elke Heidenreich
2009: Elisabeth Niggemann
2008: Wendelin Schmidt-Dengler (posthum)
2007: Klaus Reichert
2006: Michael Naumann
2005: Jan Philipp Reemtsma
2004: Joachim Kaiser
2003: Heinrich Detering
2002: Martin Walser

Und hier geht es zum Gespräch, dass das Buchjournal im vergangenen Jahr mit Roger Willemsen geführt hat.

 

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