Krimi
Holger Karsten Schmidt: "Isenhart" (Kiepenheuer & Witsch)
Um 1180: Den jungen Isenhart umgibt eine unheimliche Aura. Er sei tot gewesen und jemand hätte ihn wieder zum Leben erweckt. Trotzdem lässt man ihn auf Burg Laurin bei Spira aufwachsen, wo er gemeinsam mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, unterrichtet wird. Die Welt gerät aus den Fugen, als seine heimliche Liebe, die Fürstentochter Anna, bestialisch ermordet wird. Isenhart versucht den Mord aufzuklären. Seine Jagd führt ihn bis nach Iberien, wo er seinem eigenen Geheimnis bedrohlich nahekommt. Holger Karsten Schmidt ist ein erfolgreicher Drehbuchautor („Die Sturmflut“ und „Der Seewolf“), der seinen ersten Roman geschrieben hat – einen Thriller der Extraklasse. Nicole Filbrandt
Andreas Föhr: "Karwoche" (Droemer Knaur)
Weil seine gewitzten Romane „Schafkopf“ und „Der Prinzessinnenmörder“ als „eindringliche Psychopathen-Psychogramme aus Oberbayern“ gerühmt wurden, gab es Anlass zur Vorfreude auf Andreas Föhrs nächsten Streich. Der trägt den nicht nur für bajuwarische Kirchgänger sakrosankten Titel „Karwoche“ – und entführt Leser jedweder Weltanschauung freilich in ziemlich gottlose Winkel. Föhr enttäuscht die Erwartungen nicht. Rasant geht es schon mal los: mit einem Autorennen, das halsbrecherischer ist, als es die Polizei erlauben dürfte. Bizarre Fügung, dass einer der Fahrer Polizeiobermeister Kreuthner ist, der beinahe seinen Vorgesetzten rammt. Vom Glauben fallen die Beamten ab, als ihnen bei einer Straßenkontrolle, die das illegale Rennen bemänteln soll, eine Leiche mit grotesker Grimasse unterkommt. Fratzenwettbewerb? Ritualmord? Teufelswerk? Föhr, der keine schlimmstmögliche Wendung auslässt, glänzt seinerseits mit Rasanz, vor allem aber mit Esprit und Ideenreichtum. Hendrik Werner
Cay Rademacher: "Der Trümmermörder"(DuMont)
Nachkriegszeit, eisige Kälte in Hamburg – und zwischen den Trümmern geht ein Serienmörder um. In diese Atmosphäre der Entbehrung und Zerstörung schickt Rademacher den von der NS-Zeit und von Bombenangriffen schwer gezeichneten Polizisten Frank Stave auf Ermittlung. In den Milieus der Flüchtlinge und Heimatlosen, der britischen Alliierten als Aufsichtsorgan und der getarnten Kriegsverbrecher stößt Stave auf der Suche nach dem Täter immer wieder an seine körperlichen und moralischen Grenzen. „Der Trümmermörder“ basiert auf einem wahren Fall, der – anders als im Roman – allerdings niemals gelöst wurde. Rademacher ist als Historiker um größtmögliche Detailtreue bemüht, dabei verliert sein Krimi aber nie an psychologischer Plausibilität oder an Spannung bei der Suche nach dem Täter. Jutta Ochs
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Holger Karsten Schmidt Isenhart Kiepenheuer & Witsch - 19,99 € Format: 816 S. ISBN: 978-3-462-04332-7 Bestellen |
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Andreas Föhr Karwoche Droemer Knaur - 14,99 € Format: 400 S. ISBN: 978-3-426-65252-7 Bestellen |
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Cay Rademacher Der Trümmermörder DuMont - 9,99 € Format: 336 S. ISBN: 978-3-8321-6154-5 Bestellen |
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