Sachbuch

Die Leipziger Buchmesse 2012 beginnt am 15. MärzDie Leipziger Buchmesse 2012 beginnt am 15. März© Leipziger Buchmesse

14.02.2012Preis der Leipziger Buchmesse

Weiße Magie und verbrannte Erde

Teil 3 unserer Vorstellung der nominierten Bücher zum Preis der Leipziger Buchmesse: Fünf Sachbücher, die ein breites Spektrum abdecken von der klassischen Schriftstellerbiografie bis hin zur Erforschung des Begehrens.


in der Kategorie Sachbuch/Essayistik sind folgende Titel für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert:

  • Jörg Baberowski: "Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt" (C.H. Beck)
  • Carolin Emcke: "Wie wir begehren" (S. Fischer Verlag)
  • Manfred Geier: "Aufklärung. Das europäische Projekt" (Rowohlt)
  • Lothar Müller: "Weiße Magie. Die Epoche des Papiers" (Carl Hanser Verlag)
  • Wilfried F. Schoeller: "Alfred Döblin. Eine Biographie" (Carl Hanser Verlag)

Keine Überraschung war sicherlich, dass Wilfried F. Schoellers Biografie Alfred Döblins beim Sachbuch den Weg auf die Nominierungsliste gefunden hat. Das Feuilleton hat das monumentale und akribisch recherchierte Werk des Journalisten bereits ausführlich besprochen und gepriesen.

Hier herrscht eine ausgewogene Mischung aus Kulturgeschichte, historischer Forschung und psychologischer Erkundung: Lothar Müller, Redakteur im Feuilleton der "Süddeutschen Zeitung", widmet sich in "Weiße Magie" einem Medium, das viele bereits abgeschrieben haben – dem Papier.

In "Wie wir begehren" beschäftigt sich Carolin Emcke mit Wegen und Umwegen unseres Begehrens. Eine ebenso persönliche wie scharfsinnige Erkundung von Sexualität und der Frage wie frei wir in unserer Gesellschaft sind, Begehren zu leben.

Der Germanist und Kant-Biograf Manfred Geier widmet sich in seinem Werk der Geschichte der Aufklärung als "europäisches Projekt" und der Osteuropa-Historiker Jörg Baberowski sezeiert im voluminösen Band "Verbrannte Erde" Stalins Gewaltherrschaft.

Und hier geht es zur kompletten Liste der 15 Nominierten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung.

Zur Info
Seit dem Jahr 2005 wird jeweils am ersten Buchmessetag in der Glashalle - mitten im Messetrubel - der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Die Auszeichnung, welche mit insgesamt 45.000 Euro dotiert ist, wird von einer siebenköpfigen Jury zu gleichen Teilen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung verliehen. Anspruch der Jury ist es, herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen zu ehren, womit der Preis unmittelbar an das Konzept der Leipziger Buchmesse als Forum für Autoren und Literaturvermittlung anschließt. Unterstützt wird der "Preis der Leipziger Buchmesse", der in diesem Jahr am 15. März verliehen wird, durch den Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB). Das Buchjournal ist Medienpartner.

Titel
Wilfried F. Schoeller
Alfred Döblin. Eine Biographie
Hanser - 34,90 €
Format: 912 S.
ISBN: 978-3-446-23769-8
Bestellen
Jörg Baberwoski
Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt
C.H.Beck - 29,95 €
Format: 606 S.
ISBN: 978-3-406-63254-9
Bestellen
Carolin Emcke
Wie wir begehren
S.Fischer - 19,99 €
Format: 256 S.
ISBN: 978-3-10-017018-7
Bestellen
Geier, Manfred
Aufklärung. Das europäische Projekt
Rowohlt - 24,95 €
Format: 416 S.
ISBN: 978-3-498-02518-2
Bestellen
Lothar Müller
Weiße Magie. Die Epoche des Papiers
Hanser - 24,90 €
Format: 382 S.

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