Literatur-Nachrichten

Schutzengels Alptraum

Von Sven Opitz„...sometimes i dream where all the other people dance...“ (The Cure)Wissen Sie, was das Blöde an der Unsterblichkeit ist? Man hat nichts zu tun! Gar nichts. Also, nichts richtiges.

Alles mit Ende hat Sinn. Wo man den Horizont erst nicht sieht, aber dann doch am Rand steht und runterschauen kann. Eine klare Linie, fette Grenze wie bei Süd- und Nordkorea. Halt, hier nicht weiter! Schluss! Aus! Finito! Eine klare Kante, nenne ich das. Und das ist vollkommen in Ordnung so, glauben Sie mir.

Dieses Immer und Ewig dagegen ist scheiße! 

Klar, man kann so vampirmäßig zähnefletschend durch düstere Wälder streifen und schauen, ob man Rehe oder Rentner erwischt, um sie auszulutschen oder zu irgendeiner anderen schrägen Randerscheinung der Gesellschaft werden und nur zum Essen oder Aufmischen unter die Leute gehen.

Aber sind wir mal ehrlich! So´n Jugend-Pickel-Kitsch oder diese Esotherik-Kacke, das fucked doch mit der Zeit up. Und dann noch für immer und ewig? 

Das normale Leben ist doch schon Kreiselknast genug: morgens aufstehen, pinkeln (sitzend, stehend – scheißegal), Zähne putzen (Bürste, elektrisch – fuck) Frühstücken (Flocken, Müsli – kackegal), Kind in die Schule, vor der Arbeit erstmal in den Stau vor der Arbeit, arbeiten – was weiß ich: was mit Medien, dicke Deals machen, kleine Brötchen backen, stumpf roboten, was mit Verantwortung; zurück ins Eigenheim, Rasen mähen, Kind anscheißen, Frau anscheißen, Fressen, Nachrichten glotzen, Facebook checken, Abkacken, ins Bett... das ist alles nicht so geil.

Aber so läuft der Hase nun mal. Bisschen Spaß gibt´s dabei ja auch noch: nach der Akne und bevor die Kinder kommen.

Ich sage Ihnen was: das ist verdammt gut so! Das reicht auch, wenn´s fertig ist. Da braucht man nix weiter. Das weiß ich jetzt! Jetzt weiß ich das!

Und damals? Ich habe Frau und Kind nicht angeschissen, habe überhaupt niemanden angeschissen. Pastor war ich. Kleine Gemeinde in D. Die Leute mochten mich, die Kinder mochten mich. „Na du kleiner Herr von dem großen Herren!“ – so´n scheiß habe ich geredet. „Möge der Segen Gottes euch auf euren Wegen begleiten...!“ Da war ich zufrieden. Klar habe ich auch  gevögelt – war ja kein Kathole. Trotzdem. Ein scheiß Gutmensch bin ich gewesen.

Was dann passiert ist?

Scheiße ist passiert. Schlaganfall. Hat eine lange Tradition in meiner Familie.

Licht aus – Licht an.

Ewiges Leben. Fuck!

Da hat´s irgendwer gut mit mir gemeint.

Am Anfang dachte ich noch, wie geil ist das denn? Jeden Tag noch jeden Tag vor sich; jedes Jahr ein Jahr drauf und das immer weiter. Da kann man doch was mit anfangen, dachte ich. Alle Zeit der Welt, das sollte reichen.

Und? Wofür soll das denn reichen? Jeden Tag eine Blondine flachlegen – haben Sie das mal im wirklichen Leben probiert? Kanaster, jeden Tag? Gameboy bis zum abwinken? Jeden Tag Gameshow, Krimi, Soap – wir haben tadellosen Empfang hier oben. Deswegen laber ich auch wie so´n beschissener Fernsehbulle…

Aber alles kein Problem. Ist ja das fucking Paradies. Da guckt – oder hört niemand so genau hin, wenn du scheiße machst. Wie sollten sie das auch verhindern? Hast ja seine Gnade schon in der Tasche. Rauswerfen ist da echt kompliziert.

Knarren gibt´s keine. Alles aus Watte. Kloppen ist auch nicht: nur Luftnummern hier – einschließlich mir.

Nach ´ner ziemlich langen Zeit Abgehänge, da habe ich mir gedacht, mache ich doch mal was. Ist ja nicht so, dass es hier oben keine Jobs gibt – jeder kann anpacken, wenn er will.

Ist kein Muss – Paradies ist  gleichzeitig die maximale Wahlfreiheit.

Habe mich dann für eine Pflegeausbildung beworben – Schutzengel heißt das hier oben. Ging schnell, hatte ja ´ne gute Qualifikation wegen Unten. Alles ganz easy. Flugunterricht, Kompressions- und Dekompressionsregeln (ist wie beim Tauchen: hier oben ist kein Druck, unten umso mehr – kennen wir doch!), Erste-Hilfe-Kurs, ein paar Regeln pauken: unsichtbar bleiben, kein überirdischen Geisterscheiß machen, nix schweben lassen, keine Wunder, niemanden töten, um einen anderen zu retten…. blablabla. Da habe ich mich schon gefragt, was man überhaupt machen kann, um jemandem zu beschützen. Am Anfang lief´s auch richtig kacke. Da war so´ne alte Frau und über ihr ein Klavier…. scheiße nein, wir sind hier ja nicht in einem beschissenen Comic. Die stand einfach nur neben einem Hochhaus, und das hatte so riesige Glasfenster – so ´nen beschissener Bänkerluxustempel aus Kristall. Nur teuer, nur riesig. Da fällt doch tatsächlich ´ne Fensterscheibe aus dem Rahmen, ach was eine – drei auf einmal – so Pfuschkacke am Bau – und ich stehe genau neben der Alten als die drei Dinger aus dem 20igsten Stock runterrauschen. Hätte ich sie wegschubsen dürfen, wäre alles klar gewesen – durfte ich aber nicht, denn wenn dich ein Unsichtbarer wegschubst, dann denkste ja auch wer weiß was – Wunder oder Geisterscheiß oder so.

Also. Krach und die war Mus. Scheiße gelaufen für die Alte. Hat aber niemand was gesagt. Schicksal, Lauf der Dinge, Pech gehabt, Gottes Wege, unergründlich. Bank hat den Enkeln was gezahlt und aus.

Einmal habe ich´s gut gemeint, da habe ich doch tatsächlich jemanden weggerissen, sonst wäre er schnurstracks von der Brücke gefallen. Und was kam dann? Scheiße. Der hat überlebt und jedem, der´s nicht wissen wollte, was von einem Wunder erzählt, von einer starken Kraft, die ihn zurückgehalten hat. Ist dann zu den Kreationisten gelaufen und selbst die fanden ihn zu abgedreht.

Ich sag Ihnen, das macht einen schon kaputt. Nimmt man die Regeln ernst, ist man eigentlich total hilflos. Dabei will man doch helfen!

Mit der Zeit habe ich schon was geregelt gekriegt. Musst du dir halt was einfallen lassen. Die Tiere können einem dabei helfen; die merken, wenn da was im Busch ist und können, wie der Frosch, in den Ventilator springen bevor dein Klient die Finger reinsteckt. Dann ist der Frosch zwar kaputt, aber du hast es geschafft. Und das ist echt ein geiles Gefühl, wenn du jemanden das erste mal von der Schippe hast springen lassen. Und ab dann lief es richtig gut. Ich habe beschützt, wie ´n verdammter Schützenpanzer.

Tja, und dann kam Charlotte!

Kennen Sie das? Sie fahren mit dem Auto über eine Landstraße und wollen dabei ihren Lieblingssong hören. Sie wissen, dass dieser Song auf dieser CD ist, die irgendwo im Handschuhfach rumfliegt – ganz hinten, unten, vielleicht auch daneben; keine Ahnung. Da fangen sie halt an zu kramen, bei 100 Sachen und den ganzen Bäumen am Straßenrand.

So habe ich diesen Idioten gefunden. Kopf ganz unten und rumgewühlt im Handschuhfach. Charlotte stand zu dem Zeitpunkt an der Kreuzung, wo es kurz auf 70 geht, weil da halt ´ne Kreuzung war. Ich wusste jetzt schon, dass der Typ seinen Kopf bis zu dieser Kreuzung nicht mehr heben wird, weil er die CD gleich finden wird, und sowieso alles frei ist. Charlotte machte gerade einen Schritt auf die Kreuzung – sie hatte Kopfhörer im Ohr und Musik – wahrscheinlich den fucking Song, den der Typ in dem Wagen gerade suchte – sie konnte das Auto also nicht kommen hören, welches sie tausendprozentig überfahren würde, wenn mir nicht bald was einfiel. Ich also los und sehe diesen Igel. Der schnuppert so rum und weiß nicht, ob er über die Straße gehen will. Scheiße, denke ich, natürlich willst du über die Straße gehen!

Jetzt kam´s auf´s Timing an. Warten. Warten. Und los! Ein Tritt und der Igel trottete los. Das war´s.

Der Ruck, als der Wagen über den Stachelbär fuhr und ihn zermanscht, ließ den Scheißer in der Karre dann doch mal wach werden und auf die Straße schauen. Gerade rechtzeitig, denn Charlotte hätte es nicht mehr geschafft, dem Wagen auszuweichen. Tritt der Trottel voll in die Eisen und mit brennenden Belägen kommt er grad noch rechtzeitig zum Stehen. Scheiße knapp, das.

Aber was dann passiert ist…

Als ich nochmal checken gehe, ob niemand verletzt ist, schaut mir Charlotte mitten in die Augen! Scheiße! Hat die mich erkannt? Bullshit. Natürlich nicht. Ich war unsichtbar. Regel 1! Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die mir bis in meinen kleinen Zeh starrt. Wie Superwoman mit ihrem Killerblick.

Ich kürze mal ab, damit ich auf den Punkt komme: In dem Moment habe mich in Charlotte verknallt!

Das hübscheste Mädchen, das mir je begegnet ist. Ein Volltreffer, auf den man irgendwie immer schon gewartet hat – zu Lebzeiten.  

Und das ist doch die absolute Megascheiße!

Ich bin tot – also im weitesten Sinne. Wie soll das denn klappen?

Schutzengel liebt Menschenmädel. Schon mal irgendwo so einen Mist gehört?

Da habe ich oben erstmal nachgehakt, wie das mit Rückkehrrechten ist. Ob ich mal absteigen könnte und ein bisschen wandeln… für meine guten Dienste und so...

Und was haben die Arschlöcher von Sesselpupsern gesagt?

Da kann man leider nichts machen, das kann nur ganz, ganz oben entschieden werden und von da kommt seit Äonen nichts mehr.

Sorry dafür und immer so weitermachen. Das war´s.

Ich Trottel habe dann erstmal drauf gehört und weitergemacht, als wäre nichts gewesen. Als hätte Charlotte nie in mein unendliches Leben reingetreten.

Aber wissen Sie wie sich das anfühlt, wenn man jeden Abend neben seiner Geliebten liegt und die kriegt nichts davon mit, weil man unsichtbar bleiben muss?Mit seinen beschissenen Geisterhänden über ihre echt schönen Beine streichelt und die Ahnungslose kratzt sich dann nur, weil sie denkt, dass da ´ne Fliege war.

Eine echt beschissene Scheißsituation ist das… und als dann noch dieser widerliche Typ zu ihr ins Bett kam. Ätzend. Einfach ätzend. So konnte ich das nicht weiterlaufen lassen. Und deswegen habe ich mir was ausgedacht.

Schicke ich halt mal keine Katze in das Umspannwerk , die dann in den Koppler springt damit der Strom ausfällt und Charlotte keinen tödlichen Schlag vom Fön im Regal neben der Badewanne bekommt – falls der irgendwie ins Wasser fällt, während sie badet. Kann ja mal passieren.

Ich bin auch nur ein Schutzengel.

Vielleicht habe ich gerade nicht aufgepasst.

25 Kommentar/e

1. Dubach Nora 03.09.2012 17:37h 
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Bringt das Wort Scheisse einem den Erfolg im Buchjournal, gewinnt man je öfter Scheisse vorkommt!!!!

2. Karen Erbs 03.09.2012 18:03h 
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Also ... zunächst einmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, lieber Sven!
Ich habe deine Story heute Morgen gelesen und habe mich köstlich amüsiert, obwohl ich auch nicht der große Fan von geschriebenen und gehäuften Kraftausdrücken bin. Aber sie einem armen gefrusteten Würstchen, das auf Schutzengel in Dauerschleife machen muss, in den Mund zu legen, fand ich witzig. Und ich mag das Tempo deiner Geschichte. Außerdem werde ich diesen Engel bestimmt nicht so schnell vergessen und das muss eine erfundene Figur immer erst einmal schaffen, sich so im Kopf der Leserinnen und Leser festzusetzen, oder? LG Karen

3. Evelyn Fomm 06.09.2012 20:54h 
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Ich schreibe das nicht nur, weil ich mich selbst am Wettbewerb beteiligt habe. Die Lektüre dieser sogenannten Sieger-Geschichte hat mich zugleich schockiert und ernüchtert. Ich finde sie ohne jede relevante Aussage und wenn man mit einer solchen nur auf Effekt angelegten hirnlosen Fäkaliensprache den ersten Preis im Buchjournal-Wettbewerb gewinnen kann, dann spricht das nicht gerade für das Niveau dieses Wettbewerbs.

4. Ute Wendt 06.09.2012 21:06h 
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Ich habe mich auch selbst beteiligt und bin natürlich enttäuscht, dass ich nicht bei den Gewinnern bin. Nun dachte ich, ich schau mal, was die anderen besser gemacht haben, und muss sagen, manche Geschichten finde ich richtig gut. Aber von der, die den 1. Preis gewonnen hat, kann ich das nicht sagen, und ich kann und will mir beim besten Willen von dem Autor nichts abschauen. Auf dieses Niveau will ich gar nicht sinken. Vielleicht kann die Jury mal eine Erklärung abgeben, wie sie zu dieser Entscheidung gekommen ist.

5. EMU 06.09.2012 21:42h 
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Hab grad ein paar der Wettbewerbsgeschichten gelesen und bin da ganz anderer Meinung als 3. + 4. DIe Schutzengel-Story ist doch um Längen besser als die die anderen, die mich eher an Schulaufsätze erinnern, sorry. Sven Opitz kann man nur zum Sieg gratulieren!

6. Dubach Nora 10.09.2012 11:05h 
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Beim Buchjournal kommt man nur mit Scheisse zum Erfolg die Jury macht auf cool und ist echt peinlich vorallem für den Fischerverlag

7. Krass 10.09.2012 16:21h 
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Ich habe nicht mitgemacht, habe leider die Frist verpasst, bin aber wirklich entsetzt über das "Niveau" der Geschichten. Wirklich schlimm, was hier für schlechte Storys gewonnen haben. Vor allem der 1. Platz, der doch die beste Geschichte repräsentieren soll, ist einfach eine Zumutung! Um in den Worten des Gwinners zu sagen: Einfach scheiße!!!!!!!!!!

8. Jan 10.09.2012 16:26h 
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Lächerlich, wie kann so ein Müll gewinnen?

9. Jan 12.09.2012 10:38h 
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Was mich an der Geschichte stört, sind nicht die ganzen Kraftausdrücke, obwohl ich schon der Meinung bin, hier hat einer betont auf unkonventionell, cool etc. machen wollen, das klingt alles ein wenig bemüht und gewollt, außerdem von der Sprache auch schon tausendmal dagewesen. Nein, was mich stört, ist, dass den Juroren anscheinend nicht aufgefallen ist, dass der Inhalt schlichtweg geklaut ist. Im Text steht: "Schutzengel liebt Menschenmädel. Schon mal irgendwo so einen Mist gehört?" Ja, und wie: Wim Wenders, Himmel über Berlin, In weiter Ferne so nah, oder das Remake "Stadt der Engel"? Kann man natürlich sagen: Die Geschichte soll eine Hommage sein, oder das ganze paraphrasieren, oder von mir aus auch das Schwülstige, Poetische rausnehmen und mit der Sprache der Straße neu interpretieren. Man kann aber auch sagen: Schade, dass hier eine Geschichte den ersten Platz gemacht hat, die schlichtweg nichts Neues erzählt.

10. Ute Wendt 12.09.2012 12:34h 
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An den Film von Wim Wenders musste ich auch denken. Man kann sich aber natürlich von einem Film oder einem Buch etc. inspirieren lassen - und im Grunde ist eh alles schon einmal da gewesen. Aber bietet dieser Text eine neue interessante Wendung? Was von manchen vielleicht als originell empfunden wird, ist der Bruch zwischen dem Klischee des Engels als liebes sanftes Wesen und dem Proll (der Hauptfigur), dessen unappetitliche, aber möglicherweise sehr menschliche Ergüsse wir hier lesen. Weiter der Kontrast, der darin besteht, dass das Dasein als Engel eben nicht als paradiesisch empfunden wird. Das soll der Reiz dieser Geschichte sein, nehme ich an.

11. frieko 13.09.2012 13:07h VCrtc 
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Nach dem Schock den ich beim Lesen der Siegergeschichte hatte (versteckte Mordgedanken mit extremer Sprache der niedrigsten Kategorie, noch dazu ständige Wortwiderholungen ) bin ich jetzt beruhigt, dass andere dasselbe empfinden.
Wann kommt das Kommentar der Jury, weshalb sie aus den vielen Einsendungen im WC gesucht haben?
frieko

12. Lara 14.09.2012 11:32h 
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In den vergangenen Jahren habe ich mich immer wieder auf den Schreibwettbewerb gefreut. Nun habe ich die Siegergeschichte gelesen und muss sagen, ich bin sehr enttäuscht! Ich stoße mich nicht an den vulgären Ausdrücken, aber leider hat die Geschichte außer diesen nichts zu bieten, was das Thema interessant macht.
Normalerweise würde ich sagen, man sieht am besten, wie man es nicht machen soll, wenn man schlechte Geschichten liest. Hier gilt, eine schlechte Geschichte hat reele Chancen zu gewinnen. Schade...

13. leonore dubach -lapp 17.09.2012 11:52h 
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All die Autoren die nicht gewonnen haben können stolz sein nicht dabei zu sein , sie sind alle zu gut um bei diesem niedrigen Niveau der Jury ausgewählt worden zu sein, schlechtes Image für das Buch journal

14. carmen 23.09.2012 19:15h 
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Langweilig, weil alles andere als originell!
Billig, weil Fastfood für den Leser!
Mein altes Sofa im Wohnzimmer ist interessanter.
Die Geschichte holt sich selbst ein, denn es gibt immer ein "Paradies" in das man REINSCHEIßEN kann.

Ich habe nicht an diesem Wettbewerb teilgenommen, und fühle mich deshalb auch um nichts betrogen!

15. Greta 25.09.2012 18:59h 
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Ich bin ehrlich entsetzt das diese Geschichte von der Jury auf den 1. Platz gewählt wurde. Unsere deutsche Sprache ist so facettenreich. Durch Schreibwettbewerbe sollten Talente entdeckt und gefördert werden. Das kann ich bei dieser vor gewöhnlichen Ausdrücken strotzenden Geschichte nicht erkennen. Wie ist die Begründung der Jury für diese Entscheidung?

16. Marianne 14.10.2012 10:26h 
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Ich finde die Entscheidung der Jury richtig.
Eine Geschichte für "Jedermann/-frau". Alle (außer den Spießern und Intoleranten) werden ihren Spaß beim Lesen haben. Gerade weil sie nicht "hochliterarisch" ist, geht die Jury neue/notwendige Wege. Sie spricht auch Menschen an, die sonst kaum lesen. Es gibt genug Schreibewettbewerbe, die den "literarischen Ansprüchen" genügen.
Wer bestimmt eigentlich, was "literarisch wertvoll" ist und was nicht?

17. frieko 15.10.2012 12:21h frieko 
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Liebe Marianne,
dein Kommentar bringt es auf den Punkt. Es ist gedacht, für Leser deren Umgangssprache jedes zweite Wort scheisse ist.Nur fürchte ich daß diese Klientel gar keine Bücher kaufen und lesen, ausserdem sollte man gerade diesen vorsichtig eine schönere Sprache vorleben.Der Büchermarkt ist ja schon überflutet von Gewalt und Krimis.da fehlt diese Gewalt-Geschichte sicher nicht
/nichts für ungut) auf österreichisch
frieko

18. Karen Erbs 15.10.2012 13:21h 
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Lieber ftieko!
Also ich kaufe haufenweise Bücher und bei mir ist nicht jedes zweite Wort "Scheiße". Aber natürlich benutze ich das Wort, wenn ich gefrustet bin und noch viel "Schlimmeres". Vor allem im Autoverkehr hauche ich nicht gerade wie ein rosa weichgespielter Schutzengel: "Wo hast du denn deinen Führerschein gemacht, du kleine süße Zaubermaus!" In der Literatur geht es nicht nur um schöne Sprache! Du musst Sprache gekonnt einsetzen, damit sie zu deinen Figuren passt. Und die tollste Sprache langweilt mich nach einer Weile, wenn keine gute Story oder interessante Figuren dadurch transportiert werden. Und wo ist der Teil, der aus diesem Text eine Gewalt-Geschichte macht? Steht dein Kommentar bei der richtigen Story? :-) LG Karen

19. frieko 15.10.2012 14:49h frieko 
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L.Karen,
es ist schön für dich, wenn die Geschichte gefällt. Nur wenn du darin keine Gewalt finden kannst, hast du sie nicht verstanden. PS. Auch ich sage beim Autofahren manchmal shit, aber wenn ich schreibe nicht in jeder Zeile.
Herzliche Grüsse
frieko

20. Dieter H. Sommer 22.10.2012 18:23h Urlaub 
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Als Freund der deutschen Sprache, des guten Geschmacks und auch unzähliger Facetten von Dichtkunst, bleibt mir jedoch hier die Spucke weg. Spontan fällt mir zum Thema Scheiße der Satz ein: "Scheiße muss gut schmecken, denn Millionen Fliegen können sich nicht irren!"
und "Den Irrungen eines Menschen sind keine Grenzen gesetzt!"
Ich glaube, dass die Graphik den Ausschlag für den Sieger gab. Denn die Scheiße- und Fuck-Botschaften findet man auf jeder öffentlichen Toilette. Forgiven und forgotten, lieber Sven. Versuch es mal mit richtiger Arbeit!

21. Oliver L. 30.10.2012 06:21h 
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Ich habe bei der Ausschreibung zwar auch erfolglos mitgemacht, doch finde ich die Sieger-Geschichte durchaus gelungen; stilsicher und geistreich. Freilich ist der Stil recht vulgär und zynisch, und das ist sonst eher nicht mein Fall. Aber hier ist halt nicht mein Geschmack ausschlaggebend, sondern der der Juroren; das gehört bei offenen Ausschreibungen mit dazu.

22. Discher, Brigitte I. 05.11.2012 22:55h 
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Ich habe nach langem Zögern an diesem Wettbewerb teilge-
nommen. Leider!!! Wenn ich die ersten 10 Geschichten
lese, bin ich sehr, sehr enttäuscht. Schade, wenn diese Ge-
schichte auf Platz 1 den heutigen Zeitgeist wiedergibt. Das
ist nicht mein Stil. Ja, und wer möchte so etwas gerne lesen?
Ich halte es weder für unterhaltsam noch lustig. Und jetzt habe ich beim Sieger das Wort so oft gelesen, dass ich
nur SCHADE - SCHADE schreiben möchte!!! Traurig macht
mich dieser prämierte Schreibstil - und das im Land der
Dichter und Denker und Geschichtenschreiber.
Brigitte I.

23. Apollonia 06.11.2012 09:30h 
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Es wird im Vorspann um "sachliche Kommentare" gebeten. Das fällt mir bei dieser Siegergeschichte sehr schwer!!!
Warum immer wieder diese Fäkalsprache gemischt mit eng-
lischen Ausdrücken? "Also. Krach und DIE war Mus. Scheiße
gelaufen für die ALTE". Könnte auch die Oma der Tochter sein - oder? Hat S. Opitz spezielle Probleme? "Wer schreibt -
provoziert", sagt ein Zitat. Klassenziel erreicht - sechs -
setzten!
Apollonia

24. Maria 28.11.2012 13:17h 
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Mir ist es auch ein großes Rätsel, wie eine Jury so eine niveaulose Geschichte auf den ersten Platz setzen kann.
Wenn in meiner Schulzeit jemand das Wort "Scheiße" so oft in einem Aufsatz verwendet hätte, wäre er mit der Note sechs bestraft worden und dessen Eltern hätten zur Sprechstunde des Lehrers erscheinen müssen.
Von einer Geschichte, die mit den ersten Platz ausgezeichnet wird, hätte ich außerdem eine originelle Handlung erwartet. Doch Storys, in denen sich ein Engel vergeblich in einen Menschen verliebt, gibt es schon.

25. Roxy 23.12.2012 17:06h 
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Ich musste mich beim Lesen immer wieder daran erinnern, dass das ein Schreibwettbewerb für ERWACHSENE war - welcher erwachsene Mensch redet denn so?! Für einen Bravo-Schreibwettbewerb hätte das perfekt gepasst, aber wenn diese Ausdrucksweise das Niveau darstellen soll, dann passt das ja bequem unter der Tür durch.

Der Sinn der Geschichte hat sich mir auch nach zweimaligem Lesen noch nicht erschlossen. Vielleicht wollte der Autor auch einfach nur auf der Welle der ungewöhnlichen Liebesgeschichten mitschwimmen, die momentan der Renner sind (siehe Twilight).

Ich finde es traurig genug, dass in der Siegergeschichte noch Rechtschreib- und Formatierungsfehler drin sind, das sollte eigentlich bei einem BUCHjournal nicht passieren.

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