Literatur-Nachrichten

Zwischen den Fronten

Vor dem Lesen bitte anschnallen, denn heute haben wir drei rasante Thriller im Gepäck. Alexander Söderbergs "Unbescholten", Roger Hobbs "Ghostman" und "Knochenbett" der unverwüstlichen Patricia Cornwell, der Mutter allerForensik-Thriller.

Alexander Söderberg: „Unbescholten“ (Piper)
In Stockholm jagt eine neue Polizeieinheit Menschenhändler, Drogenbosse und Waffenschieber. Sophie Brinkmann gerät in ihr Visier – eine bis dahin völlig unbescholtene Frau. Seit dem Krebstod ihres Mannes gibt es keine neue Liebe im Leben der Krankenschwes­ter, sie geht ganz in ihrem Beruf auf. Dann verliebt sie sich in Hector Guzman, der von einem Auto angefahren worden ist. Was Sophie nicht weiß: Es war kein Unfall, sondern ein Anschlag. Denn Guzman ist der Sohn eines bekannten ­Drogenbosses und selbst auch in schmutzige Geschäfte verstrickt. Sophie gerät zwischen die Fronten eines Drogenkriegs, der seine Spuren durch halb Europa und Lateinamerika zieht. Und daher ist nun plötzlich auch die Stockholmer Polizei hinter ihr her. In „Unbescholten“ lässt Alexander Söderberg die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Sprachlich etwas hölzern, aber inhaltlich spannend beschreibt er, wie Sophies geordnetes Leben Stück für Stück aus den Fugen gerät. Hannah Beil

Roger Hobbs: „Ghostman“ (Goldmann)
Man nennt ihn den Ghostman, denn er hinterlässt keine Spuren. Er kommt so diskret und unsichtbar, wie er anschließend wieder verschwindet, wenn der Job erledigt ist. Der Ghostman wird gerufen, wenn Verbrechen vertuscht und Spuren verwischt werden müssen. Keiner macht das besser als Jack Delton alias Ghostman. Für seinen neuen Auftrag hat Jack genau 48 Stunden Zeit. Dann nämlich fliegt die Millionenbeute in die Luft, die sich der überlebende Gangster eines missglückten Banküberfalls in Atlantic City unter den Nagel gerissen hat. Doch Jack gerät unerwartet zwischen die Fronten eines Kriegs zweier Drogenbosse. Schnell, hart und enorm spannend: ein vielversprechendes Thrillerdebüt von Roger Hobbs. Eckart Baier
 

Patricia Cornwell: „Knochenbett“ (Hoffmann und Campe)
Sie ist die Mutter aller Rechtsmedizin-Thriller: Patricia Cornwell gehörte zu den ersten Autorinnen, die körperliche Details gewaltsamer Todesfälle salonfähig machten, auch wenn sie noch so grausam oder für Normalsterbliche eklig sind. Sie selbst war Polizeireporterin, hat in der Rechtsmedizin gearbeitet und gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung ihrer Serienheldin Kay Scarpetta mit. Auch in „Knochenbett“ hat sie es wieder mit seltsamen Mordfällen zu tun, die sie nur aufklären kann, weil sie besser und tougher ist als Polizei, FBI und sämtliche Kollegen zusammen. Zudem muss sie sich mit allen möglichen Leuten herumschlagen, die sie fertigmachen wollen, hat jede Menge Gründe für Sorgen, schlechte Laune und Streitereien mit Freund und Feind. Das ist routiniert nach dem bewährten Strickmuster geschrieben, aber auch im 20. Fall immer noch spannend. Sabine Schmidt

Titel

  1. Unbescholten
    • VerlagPiper
    • Preis 16,99 €
    • ISBN 978-3-492-05564-2

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  2. Knochenbett
    • VerlagHoffmann und Campe
    • Preis 20,00 €
    • ISBN 978-3-455-40435-7

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  3. Ghostman
    • VerlagGoldmann Verlag (HC)
    • Preis 14,99 €
    • ISBN 978-3-442-31337-2

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