Literatur-Nachrichten

Mörderische Schwestern laden nach Güstrow

Giftpflanzen, Kopfkino und was der Erdboden über Verbrechen verrät: Die Mörderischen Schwestern e.V., Europas größter Krimiautorinnenverband, tauschen sich bei ihrer diesjährigen Vollversammlung in Güstrow drei Tage lang über das Morden auf dem Papier aus. Vom 1. bis 3. November gibt es im Hotel am Schlosspark auch öffentlichen Lesungen.

Im Foyer des Hotels steht zudem ein Regal mit einer umfangreichen Auswahl an Werken zum Schnuppern zur Verfügung. Workshops, Vorträgen und Gesprächen drehen sich um das Handwerk des Schreibens, den Arbeitsalltag als Autorin und Entwicklungen in der Literaturbranche.

  • Das Jahrestreffen der Mörderischen Schwestern startet am Freitag, dem 1. November, um 10 Uhr mit einer öffentlichen Krimi-Matinee in der Uwe-Johnson-Bibliothek. Ulrike Bliefert, Anja Feldhorst, Uschi Kurz und Astrid Ann Jabusch lesen bei Sekt und Selters Güstrower Kurzkrimis.
  • Um 16:15 Uhr stellen die Mörderischen Schwestern dann im Güstrower Heizhaus ihre diesjährige Stipendiatin Tatjana Marti der Öffentlichkeit vor. Die Nachwuchsautorin liest aus ihrem Romanprojekt „Quicksand“, einem politischen Krimi über die dritte Generation der „Roten Armee Fraktion“ (RAF). Die Mörderischen Schwestern unterstützen mit ihrem Arbeitsstipendium in jedem Jahr eine talentierte Schriftstellerin bei der Arbeit an einem Krimiprojekt.
  • Ebenfalls öffentlich ist ein Vortrag am 1. November um 20 Uhr im Heizhaus zum Thema „Sprechende Erde“ mit einer hochkarätigen Referentin: Prof. Lorna Dawson leitet die „Erdboden-Forensik“ am interdisziplinären James Hutton Institute im schottischen Aberdeen. Sie erzählt, wie sie und ihr Team bei der Aufklärung von Verbrechen helfen, indem sie etwa Erdspuren an Leichen oder Pollen an Erpresserbriefen analysieren.
  • Am Samstag, dem 2. November, laden die Mörderischen Schwestern die Güstrower ab 20 Uhr zu einer Ladies Crime Night im Heizhaus ein. Bei dem vereinseigenen Veranstaltungsformat der Mörderischen Schwestern lesen mehrere Autorinnen nacheinander Dramatisches, Komisches und Nervenzerfetzendes aus ihren eigenen Werken, bis sie von einem akustischen "Schuss" unterbrochen werden.
  • Am 2. und 3. November steht eine Roundtable-Diskussion zum Thema "Frauenbilder im zeitgenössischen Krimi" und Gespräche über verschiedene Projekte der Mörderischen Schwestern auf dem Programm. Zudem beschäftigen sich die Vereinsmitglieder in Workshops mit Themen wie modernes Marketing, Selfpublishing und dem Einfluss von cinematografischen Serien à la Netflix und Co. auf den Literaturbereich.

Über den Verein
Rund 600 Autorinnen und Bücherfrauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Mitglied bei den Mörderischen Schwestern. Ziel ist die Förderung der von Frauen verfassten, deutschsprachigen Kriminalliteratur. Die Mörderischen Schwestern organisieren sich in regionalen Gruppen.

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