Rat & Wissen / Wortwechsel

"Essen wie die Einheimischen"

Mit Diäten hat Nadia Damaso nichts am Hut. Die junge Schweizerin ist überzeugt: Wer täglich ausgewogen und gut isst, verliert schnell das Interesse an Fastfood und Co. Wir sprachen mit ihr über ihre Begeisterung fürs Kochen und ihr neues Buch. 

EAT BETTER NOT LESS - Around the World
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Nadia Damaso© Samira Meier, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Sie waren gerade mal 19, als Sie Ihr erstes Kochbuch veröffentlicht haben, und davor waren Sie schon als Foodbloggerin erfolgreich. Welche Rolle spielt Kochen in Ihrem Leben?
Es gehört für mich zum Allerschönsten überhaupt. Ich koche nach eigenen Rezepten, seit ich zehn Jahre alt bin. Da habe ich mich schon in der Küche eingeschlossen und habe Vier-Gänge-Menüs für die Familie gekocht – Kerzen, handgeschriebene Menükarten und passende Musik inklusive.

Wie unterscheidet sich Ihr zweites Kochbuch von Ihrem Erstling „Eat better not less“? 
Ich wollte diesmal unbedingt ein Reisekochbuch schreiben und bin dafür drei Mal drei Wochen um die Welt gereist. Mit meinen neuen Rezepten versuche ich, all die berauschenden Eindrücke, die Aromen, Gerüche, Farben, aber auch die Begegnungen mit den Menschen und der Natur wieder lebendig werden zu lassen.

Wie sah ein typischer Reisetag für Sie aus?
Mir war es wichtig, den ganzen Tag über so zu essen wie die Einheimischen. Das fing schon beim Frühstück an. In Vietnam zum Beispiel mit einer Pho-Suppe oder in Brasilien mit der Acai-Bowl. Dann habe ich oft spontan Leute gefragt, ob sie mit mir kochen wollen, und habe auch meist einen Kochkurs gemacht, um die typischen Kniffe zu lernen.

Sie sind nicht nur eine begabte Köchin, sondern fotografieren Ihre Gerichte auch selbst. Was ist Ihnen dabei wichtig?
Für mich ist jedes Gericht ein kleines Kunstwerk, das unter meiner Linse lebendig zu werden scheint. Wie das Porträt eines Menschen kann ein Foodfoto verschiedene Emotionen auslösen. Es kann schon mal fast erotisch wirken oder den Betrachter in gute Laune versetzen. Das A und O für mich ist Tageslicht, ­keine direkte Sonneneinstrahlung, cooles Geschirr. Und das Wich­tigste: Spaß und Freude am Kochen und Fotografieren. 

Interview: Nadja Einzmann

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