Rat & Wissen

Inspiration fürs Leben

Ina Schmidt hat eine „Philosophie des Abschieds“ verfasst, die zeigt, wie wir lernen können, mit dem Bewusstsein unserer eigenen Vergänglichkeit zu leben.

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Über die Vergänglichkeit

Unsere Gegenwart hat sich auf Gedeih und Verderb dem Wachstum und der Sucht nach Innovation verschrieben. Aber wo immer Neues hinzukommt, muss auch etwas gehen. Das ist viel mehr als die zeitgeistige Entrümpelung des Lebens, stellt die Philosophin Ina Schmidt fest: Es ist eine existenzielle menschliche Erfahrung.

Wir alle müssen uns von Menschen, die wir geliebt haben, verabschieden, von Dingen, die wir schätzen – und manchmal ist man auch erleichtert, sich von Ballast befreien zu können: Abschiede bieten auch die Chance für einen Aufbruch. Das gilt für viele Stationen des Lebens, aber es gibt auch Vergänglichkeiten, die man ohne Aussicht auf einen Neuanfang akzeptieren muss: das Alter als Abschied von der eigenen Zukunft etwa, ebenso wie die Gewissheit, dass wir sterben müssen.

Ina Schmidt nähert sich dem Thema mit viel Feingefühl und Empathie, mit intellektueller Klarheit und einer gar nicht überheblichen Belesenheit, die uns daran erinnert, dass die großen Fragen der Vergänglichkeit Dichter und Denker schon seit Anbeginn der Menschheit beschäftigt haben. Das macht Abschiede darum nicht einfacher oder leidvolle Verluste automatisch erträglicher.

Aber dieses sehr lesenswerte Buch ermuntert dazu, sich furchtlos mit der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen und einen eigenen Weg der Bewältigung zu finden. Eine Lektüre, die nachhaltig beschäftigt – nicht nur, wenn wir voller Staunen auf das schon wieder zu Ende gehende Jahr schauen. 

ct

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