Rat & Wissen

Lohnende Investition

Wie lässt sich zwischenmenschliches Vertrauen aufbauen? Jutta Allmendinger und Jan Wetzel analysieren in ihrem Buch aus soziologischer Sicht unsere Gesellschaft und plädieren für eine neue Politik des Zusammenhalts.

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Die Vertrauensfrage

Wir stecken in einer Vertrauenskrise: Je dynamischer, komplexer und offener unsere Gesellschaft wird, desto größer wird bei vielen Menschen die Sorge, der allseits beschworene Fortschritt würde ihnen über den Kopf wachsen und entziehe sich ihrer Kontrolle. Vor diesem Hintergrund untersuchen Jutta Allmendinger und Jan Wetzel aus soziologischer Sicht, wie das schwindende Vertrauen sich zurückgewinnen lässt. Wie entsteht überhaupt Vertrauen, und das nicht nur im engen Umfeld von Familie und Freunden, sondern auch über größere Distanzen und selbst Gegensätze hinweg?
Wie das Buch zeigt, entsteht Vertrauen, weil es sich auszahlt, weil ein Ver­trauensvorschuss aus Dankbarkeit vielleicht sogar übererfüllt wird. Während die nationalistische und rassistische Propagierung einer „Rückkehr zu gemeinsamer Identität, zu Homogenität“ wieder hoffähig wird, entlarven die Autoren dies auch in einem ganz praktischen Sinn als Irrweg: „In vielen Bereichen ist unsere Fähigkeit, mit großen Veränderungen umzugehen und sie zu gestalten, davon abhängig, ob wir anderen vertrauen.“ Wer anderen vertraut, profitiert auch von deren Fähigkeiten, Kenntnissen und Ideen. In ihrem hochaktuellen Essay entwerfen Allmendinger und Wetzel eine ­Politik der Vertrauensbildung, die aus größter Vielfältigkeit eine neue Einigkeit schafft – um auf alles vorbereitet zu sein. 

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