Belletristik

Der Empfänger
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Ulla Lenze© privat

#Autorenbesuchen - Heute bei Ulla Lenze

Die Corona-Pandemie bestimmt derzeit unser Leben – und natürlich auch das von Autorinnen und Autoren. Zu Hause arbeiten ist für sie zwar nichts Neues, doch auch ihr Alltag sieht momentan oft ganz anders aus. Wir haben nachgefragt und präsentieren unter #Autorenbesuchen regelmäßig neue Antworten aus dem literarischen Homeoffice.

Ulla Lenze, 1973 in Mönchengladbach geboren, hat Musik und Philosophie studiert. Sie veröffentlichte bislang vier Romane und wurde unter anderem mit dem Ernst-Willner-Preis beim Bachmann-Wett­bewerb ausgezeichnet. Für ihren neuen Roman "Der Empfänger" hat sie die Lebensgeschichte ihres Großonkels fiktional verarbeitet. Ulla Lenze lebt in Berlin.

Wie sehen Ihr Alltag und Ihre Arbeit momentan aus?
Da ich ohnehin von zu Hause aus arbeite, hat sich in meinem Alltag erstaunlich wenig verändert: Aufstehen, Kaffee kochen, an den Schreibtisch, und zwischendurch Yoga oder in den Park gehen. 

Was ist die größte Herausforderung?
Nicht durchzudrehen angesichts der abgesagten Lesereise für meinen neuen Roman. 

Worauf freuen Sie sich persönlich besonders, wenn die Krise mal vorbei ist?
Ich freue mich darauf, wieder live vor Publikum auftreten zu können. Und auf die Lesungen der Kolleginnen und Kollegen!

Welches Buch lesen Sie gerade?
Franziska Hausers neuen Roman „Die Glasschwestern“ (Eichborn, Februar 2020); demnächst haben wir auch eine gemeinsame Online-Lesung.

Welches Buch sollten Buchjournal-Leser*innen jetzt oder später unbedingt lesen?
Natürlich mein eigenes: "Der Empfänger"! Aber unbedingt auch Golo Manns "Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts", vor 60 Jahren erschienen, brillant erzählt und sehr erkenntnisreich! 

Was macht für Sie ein gutes Buch aus?
Es bietet mir Momente der Identifikation, des Wiedererkennens, aber führt mich gleichzeitig weit über das Bekannte hinaus. Und eine schöne Sprache ist wichtig!

Welches Buch würde in Ihrer Bibliothek niemand erwarten?
Ein Tarotbuch aus den 90ern. 

Wie sieht für Sie (in normalen Zeiten!) ein gelungener Tag aus?
Früh aufstehen, konzentriertes Schreiben, dann entspannt zurücklehnen. 

Welche geheime Leidenschaft haben Sie?
Ich bekenne, dass ich etwas so unspektakuläres wie Stilles-vor-mich-Hinarbeiten sehr leidenschaftlich betreiben kann! 

Eine Eigenschaft, die Sie bewundern?
Selbstbewusstsein in herausfordernden Situationen. 

Wofür sind Sie dankbar?
Früh im Leben die Kraft von Büchern und Kunst erfahren zu haben. 

 

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