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Weissbuch Heilung

Balance finden

Krankheiten lassen sich auch anders als nur mit Pillen und Apparaten bekämpfen. Kurt Langbein schildert in seinem „Weißbuch“, wie Heilung funktioniert – und was unsere Psyche dazu beitragen kann.

Ich habe mich über Jahrzehnte überwiegend mit dem Teil der Medizin beschäftigt, der sich als Teil der Naturwissenschaften betrachtet“, bekennt Kurt Langbein gleich zu Beginn seines neuen „Weißbuch Heilung“. „Ich habe über Geschäfte berichtet, die den Zweck der Medizin, dem Patienten Heilung zu bringen, infrage stellen oder sogar ins Gegenteil verkehren. Ich habe über grässliche Qualitätsmängel geschrieben und in Filmen von den Betroffenen dieser Missstände erzählt, aber auch über Therapieerfolge und Zukunftsvisionen.“

Entdeckungsreise in fremde Sphären
Doch jetzt muss sich der mit vielen Preisen ausgezeichnete Filmemacher und Wissenschaftsjournalist aus Wien, Mitautor des Gesundheitsbestsellers „Bittere Pillen“, selber eine sein Weltbild nahezu zerschmetternde Frage stellen: „Soll ich mich nun auf eine Entdeckungsreise in Sphären machen, die mir stets fremd waren, die von jenem merkwürdigen, aus fernöstlichen Heilmethoden und alter Naturkunde geprägten Sammelsurium moderner Esoterik-Strömungen dominiert sind?“

Denn Langbein, der seit mehr als zehn Jahren ein Gesundheitsportal im Internet betreibt, hat Krebs. Prostatakrebs. Ausgerechnet er, der jahrelang darüber recherchiert und berichtet hat, wie Krebs durch die Medizinforschung zu besiegen sein könnte. Über sich und seine Erkrankung schrieb er vor zwei Jahren das Buch „Radieschen von oben. Über Leben mit Krebs“. Darin beklagte er das Fehlen von Zuwendung und von Mut machender Unterstützung seitens der Medizin. Nun macht er sich im „Weißbuch Heilung“ auf zu einer Erkundungsreise zu alternativen Therapien und Heilern.

Was den Menschen krank macht
Für sein Buch hat Kurt Langbein aber auch mit Schulmedizinern, Immunologen, Klinikleitern und vielen anderen gesprochen. Verständlich und gut lesbar, kundig und argumentativ stets nachvollziehbar holt der Autor weit aus, beginnt mit Evolution und sozialer Kooperation. Ausführlich beschreibt Langbein die „Effort-Reward-Balance“, das Gleichgewicht zwischen den Bemühungen des Einzelnen und der dafür erhaltenen Anerkennung, als ganz wesentlichen, lebensentscheidenden Faktor fürs Gesundbleiben.

Langbein erklärt, was Menschen länger gesund hält und was sie krank macht. Und wie auch Schwerkranke wieder gesund werden: Indem sie ein anderes, neues, positives Verhältnis zu sich, zu ihrer Psyche und ihrem Innenleben finden. Langbein, der sich als ­Betroffener immer wieder einblendet, schildert als Esoterik-kritischer Mutmacher erstaunliche und zugleich erhellende Fälle von Selbstheilungen – Fälle, bei denen die Schulmedizin gleich mit ihrem Latein am Ende war.

Alexander Kluy

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