Hörbuch: DIE KLEINSTE GEMEINSAME WIRKLICHKEIT

Fakten gegen Fakes

3. März 2021

Lässig-unaufgeregt analysiert die Wissenschaftsjournalistin und Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim in ihrem neuen Buch aktuelle Streitfragen. Die Audio-Version fesselt wie ein guter Krimi.

Mai Thi Nguyen-Kim

Legalisierung von Drogen, Corona, Impfpflicht, Klimawandel – alles Reizthemen, die so heftig umstritten sind wie die Fragen, ob Homöo­pathie Humbug ist oder Intelligenz erblich. Dass bei Diskussionen Fakten, Fakes, persönliche Meinungen, Ideologien, Verschwörungstheorien, Teilwissen und Halbwahrheiten oft bunt durcheinandergewürfelt werden, macht den sachlichen Diskurs unmöglich, sagt Mai Thi Nguyen-Kim. „Nur auf der Grundlage von Fakten, die niemand in Abrede stellt, kann man lösungsorientiert streiten.“ In ihrem neuen Buch „Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit“, das die promovierte Chemikerin auch selbst eingelesen hat, unterzieht sie die größten Streitfragen unserer Zeit einem gründlichen Faktencheck. 

So anschaulich, lässig und unaufgeregt wie die 33-Jährige die TV-Sendung „Quarks“ moderiert oder mit ihrem Youtube-Kanal „maiLab“ ein Millionenpublikum für Naturwissenschaften begeistert, als ginge es um den hippsten Modetrend, zieht sie uns mit ihrer Stimme auch beim Hörbuch in den Bann. Sie stellt Studien und Forschungsmethoden vor, erklärt, welche Daten wie verwendet und interpretiert werden oder wo wissenschaftliche Belege fehlen, dafür Deutungen und Interessen eine Rolle spielen.

Mai Thi Nguyen-Kim will niemanden von einer „richtigen“ Antwort überzeugen, sondern ihr Publikum dafür gewinnen, sich konsequent auf Tatsachen zu konzentrieren. Wohl das beste Mittel gegen Fakes und Manipulationen.

ANA

Mai Thi Nguyen-Kim
Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit

Gelesen von der Autorin. 
Argon Verlag, 
1 MP3-CD, 19,95 €,
ISBN 978-3-8398-1887-9

Über die Autorin

Mai Thi Nguyen-Kim, 1987 in Heppenheim geboren, ist promovierte Chemikerin, Wissenschaftsjournalistin, TV-Moderatorin, Autorin und zudem eine ­bekannte Youtuberin. Seit Juni ­2020 ist sie ­Mitglied im Senat der Max-Planck-Gesellschaft.