Fantasy und Science-Fiction

Geschichten voller Magie

28. November 2022

Der Fantasie freien Lauf lassen und überzeugende, fesselnde Geschichten erzählen: In diesem Genre ist alles erlaubt, hier zählen weder die Gesetze der Physik noch die Anforderungen der realen Welt. Die Autoren dieser Romane haben das überzeugend beherzigt.

Frisch gedruckt ins neue Leben

 Die Technik macht’s möglich: Schauspieler Walter Fabricius, der im Jahr 2060 mit 70 aus dem Leben scheiden will, erfährt von einem 3D-Bio-Drucker in Asien. Kurzerhand lässt sich Walter in Zürich einscannen und um 35 Jahre verjüngt in Bangkok ausdrucken. Für die verbesserte Version seiner selbst ist die Neugeburt der Startschuss für ein unerwartet actionreiches Leben. Rasanter Roman und kluge Parabel über das ewige Leben.

Max Claro
Der Mann, der aus dem 3D-Drucker kam

Heller Verlag,
208 S., 16,90 €,
ISBN 978-3-929403-72-5

Wunder, Magie und Horror  

England im späten 19. Jahrhundert: Weltweit wird nach Kindern mit übernatürlichen Gaben und magischen ­Fähigkeiten gefahndet, um sie in ein mysteriöses Insti­tut zu bringen. Dort sollen sie vor einer gefährlichen Kreatur aus Asche und Rauch geschützt werden. Phantastischer Abenteuer­roman mit viktorianischem Flair voller Wunder, Horror und Geheimnissen.  

J. M. Miro
Ganz gewöhnliche Monster – Dunkle Talente

Übersetzt von Thomas Salter.
Heyne, 800 S., 24,– €,
ISBN 978-3-453-32232-5

Überlebenskampf im All  

Deutschland, 2029: Während die DDR den 80. Jahrestag feiert, wartet Kosmonautin Mandy Neumann in ihrer Raumstation auf Ablösung. Doch dann passieren im All mysteriöse Unfälle und der Kontakt zur Bodenstation bricht ab. Nur ein Leutnant der Volkspolizei kann Mandy dabei helfen, ihr Leben zu retten. Die Spur führt in ein militärisches Sperrgebiet in der Lausitz. Rasanter Science-Fiction-Roman mit einem glaubhaften Plot und starken Figuren.
 

Brandon Q. Morris
Die letzte Kosmonautin

FISCHER Tor,
416 S., 16,99 €,
ISBN 978-3-596-70675-4

"Rumpelstilzchen", neu erzählt  

Die Liebe zu Märchen wurde Christian Handel, geboren in der Schneewittchen-Stadt Lohr am Main, vermutlich in die Wiege gelegt. Nun brilliert der Autor, der 2017 mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet wurde, mit einer ebenso mitreißenden wie ­furchteinflößenden Neuerzählung von ­„Rumpelstilzchen“: Der Roman entführt in ein Königreich voller finsterer Feenwesen und Dämonen. 

Christian Handel
Schattengold – Ach, wie gut, dass niemand weiß  …

Piper,
400 S., 20,– €,
ISBN 978-3-492-70637-7