Literaturpreis Ruhr 2021

Mithu Sanyal für "Identitti" ausgezeichnet

29. Oktober 2021

Mithu Sanyal erhält für ihren Identitätsroman „Identitti“ den Hauptpreis des Literaturpreis Ruhr. Das Preisgeld von 15.000 Euro teilt sie mit den anderen Shortlist-Autor*innen.

v. l. n. r.: RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Sarah Jäger, Mithu Sanyal, Stefan Thoben, Volker Jarck, ein Vertreter von Karosh Taha, Peter Großmann. 

Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren. Sie ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Journalistin und Kritikern für Deutschlandfunk und WDR. 2009 erschien ihr Sachbuch „Vulva. Das unsichtbare Geschlecht“, 2016 folgte „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“. Ihr erster Roman „Identitti“ erschient 2021 bei Hanser. Er stand auch auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis.

„Wir wollen mit dem Literaturpreis Ruhr ein Buch auszeichnen, das literarisch überzeugend ist, das Fragen aufwirft, die für uns im Ruhrgebiet von großer Relevanz sind“, so Patrick Musial, Buchhändler aus Recklinghausen, in der Begründung, die als Video auf der Website des Preises anzusehen ist. „Es hat diesen Preis verdient.“ 

Das Preisgeld von 15.000 Euro wird Sanyal mit den anderen Autor*innen der Shortlist teilen, wie sie noch auf der Bühne verkündete.

Den Förderpreis erhält Esra Canpalat aus Bochum für ihre Erzählung „Walrosshaut“, die im November 2020 im Magazin „[Kon] Paper. Magazin für Literatur und Kultur, No. 7 Haut“ veröffentlicht wurde. Esra Canpalat ist studierte Literaturwissenschaftlerin und zur Zeit Doktorandin an der Universität zu Köln.

Den Ehrenpreis bekommen Beate Scherzer und Peter Kolling, Geschäftsführer*innen der Buchhandlung Proust Wörter + Töne in Essen. „Seit Jahrzehnten engagieren sie sich auch weit über ihre Buchhandlung hinaus für die Literatur in Essen und im gesamten Ruhrgebiet“, heißt es auf der Website des Preises.