Leipziger Buchpreis für europäische Verständigung

Pitts und Földényi werden geehrt

16. April 2021

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung wird am 26. Mai in der Nikolaikirche verliehen. Gleich zwei Preisträger werden in diesem Jahr geehrt.

Johny Pitts

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung wird am 26. Mai um 19 Uhr in der Nikolaikirche an Johny Pitts und László F. Földényi verliehen. László F. Földényi konnte seinen Preis im letzten Jahr wegen des Ausfalls der Leipziger Buchmesse nicht entgegennehmen.

Johny Pitts, einem britischen Essayisten und Fotografen, wird der Preis in diesem Jahr für sein Buch „Afropäisch. Eine Reise durch das schwarze Europa“ verliehen. Das Werk erschien im September 2020 bei Suhrkamp in Berlin und wurde von Helmut Dierlamm aus dem Englischen übersetzt. Mehr dazu in unserer Meldung: "Ein erleuchteter, menschenfreundlicher Bastler" 

Der ungarische Kunsttheoretiker, Literaturkritiker und Übersetzer László F. Földényi wird als Preisträger des letzten Jahres vor Ort sein und nachträglich in Worten gewürdigt. Sein Buch „Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften“ erschien im April 2019 bei Matthes und Seitz Berlin. Mehr dazu in unserer Meldung: Auszeichnung für László Földényi

Die Laudatio hält an diesem Abend die Lektorin, Verlegerin und Literaturagentin Elisabeth Ruge.

Beide Werke vermitteln in ihrer Stimmung gerade in Zeiten der Pandemie eine maßgeblich weisende Haltung. Dies sei eine wichtige Aufgabe der Literatur wie auch der Kunst und Kultur im Allgemeinen, betont die Beigeordnete und Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig, Dr. Skadi Jennicke: „Ihr Potenzial als Quelle und Mittel der Resilienz wird in diesen Zeiten noch sichtbarer und entspricht genau der Vorstellung von Verantwortung, die Kunst und Kultur in meinen Augen innehat. Der Dialog mit dem Publikum ist essenzielle Grundlage für künstlerisches Wirken und der Anspruch auf kulturelle Teilhabe als eine zentrale Zielstellung kann die kollektive Bewältigung der aktuellen Krise befördern.“

Gerade in Zeiten „sozialer Distanz“ ist ein aktiver Austausch wichtig. Deshalb sei es der Stadt Leipzig ein Anliegen in Zusammenarbeit mit der Leipziger Messe, die Preisverleihung als digitale und dennoch interaktive Veranstaltung zu gestalten.

Im Rahmen der pandemischen Möglichkeiten wird die Preisverleihung unter Einhaltung aller Hygienevorschriften in der Nikolaikirche vollzogen. Um ein breites Publikum zu erreichen, wird die einstündige Veranstaltung live gestreamt. Der Stream wird auf der Website der Leipziger Buchmesse übertragen.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, seit 1994 jährlich vergeben und mit 20.000 Euro dotiert, zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Messe. Kooperationspartner ist die Bundeszentrale für politische Bildung.